Ehepaar aus Schwerte berichtet über zweieinhalb Jahre Erfahrung mit einer Wärmepumpe im Haus von 1933
Wärmepumpen gelten als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Doch gerade bei älteren Häusern gibt es bei Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern häufig Zweifel: Funktioniert eine Wärmepumpe überhaupt in einem Altbau? Muss das gesamte Gebäude vorher aufwendig saniert werden? Welche Vorlauftemperatur wird benötigt – und was bedeutet der Wechsel für die Heizkosten?
Werner Allek und Sabine Bruchmann-Allek können auf diese Fragen aus eigener Erfahrung antworten. Sie heizen ihr Haus, das bereits im Jahr 1933 gebaut wurde, seit zweieinhalb Jahren mit einer Wärmepumpe. Ihr Fazit fällt eindeutig aus: Es funktioniert sehr gut.
Ihre Erfahrungen möchten die beiden nun mit anderen Interessierten teilen. Gemeinsam mit der Klimainitiative LocalZeroSchwerte informieren sie darüber, wie der Weg von der ersten Überlegung bis zum Betrieb der neuen Heizung verlaufen ist – und welche Erkenntnisse sie dabei gewonnen haben.
Vom ersten Zweifel zum Praxistest
Am Anfang stand auch bei dem Ehepaar die Frage, ob eine Wärmepumpe für ein Haus aus den 1930er-Jahren überhaupt geeignet sein kann. Schließlich gelten alte Gebäude mit ihren häufig höheren Wärmebedarfen und herkömmlichen Heizkörpern als besondere Herausforderung für die Wärmepumpentechnik.
Statt sich allein auf theoretische Berechnungen zu verlassen, gingen Allek und Bruchmann-Allek schrittweise vor. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Überlegungen waren Testläufe mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur der vorhandenen Gasheizung. Damit konnten sie zunächst praktisch ausprobieren, wie das Haus bei niedrigeren Temperaturen beheizt werden kann.
Diese Erfahrungen flossen anschließend in die Entscheidung für die neue Wärmepumpe ein. Auch die Frage nach der richtigen Technik und deren Auslegung spielte dabei eine wichtige Rolle.
Nach zweieinhalb Jahren Betrieb wollen die beiden nun zeigen, welche Erfahrungen sie mit der Wärmepumpe gemacht haben. Dabei geht es nicht nur um die grundsätzliche Funktionsfähigkeit, sondern auch um die Effizienz der Anlage und die finanziellen Auswirkungen.
Erfahrungen statt Theorie
Gerade für Menschen, die aktuell vor der Entscheidung für eine neue Heizung stehen, können solche Erfahrungsberichte wertvoll sein. Denn die Ausgangssituationen von Gebäuden unterscheiden sich erheblich. Baujahr, Dämmstandard, Heizkörper, Wohnfläche und bisheriger Energieverbrauch sind wichtige Faktoren bei der Planung einer neuen Heizungsanlage.
Werner Allek und Sabine Bruchmann-Allek möchten deshalb nicht den Eindruck vermitteln, dass es eine Lösung gibt, die für jedes Haus gleichermaßen funktioniert. Vielmehr wollen sie zeigen, wie sie selbst an die Entscheidung herangegangen sind, welche Überlegungen eine Rolle spielten und welche Erfahrungen sie mit ihrer Anlage im Alltag gesammelt haben.
Auch die Entwicklung der Effizienz und mögliche Einsparungen bei den laufenden Kosten werden Bestandteil des Vortrags sein. Damit soll die Veranstaltung vor allem praktische Orientierung geben und Mut machen, sich mit den Möglichkeiten einer Wärmepumpe auch bei älteren Gebäuden auseinanderzusetzen.
Klimaneutrales Heizen als Ziel
Beide Referenten engagieren sich in der Klimainitiative LocalZeroSchwerte. Die Initiative setzt sich für eine klimaneutrale Entwicklung vor Ort ein. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Frage, wie Gebäude künftig möglichst klimafreundlich beheizt werden können.
Der Umstieg auf eine neue Heiztechnik ist für viele Eigentümerinnen und Eigentümer eine große Entscheidung. Neben technischen Fragen spielen dabei die Investitionskosten, mögliche Förderungen, die langfristige Entwicklung der Energiepreise und natürlich die Frage nach der tatsächlichen Alltagstauglichkeit eine Rolle.
Mit ihren Veranstaltungen möchten die Aktiven von LocalZeroSchwerte deshalb nicht nur informieren, sondern auch den direkten Austausch ermöglichen. Nach dem Vortrag sind alle Interessierten eingeladen, mit Werner Allek, Sabine Bruchmann-Allek und weiteren Engagierten ins Gespräch zu kommen und eigene Fragen zu stellen.
Auftakt am 10. September in Westhofen
Der erste Vortrag der Veranstaltungsreihe findet am Donnerstag, 10. September 2026, um 18 Uhr im Alten Rathaus Westhofen, Kirchplatz 8, statt. Im Mittelpunkt steht die Frage: „Wärmepumpe im Altbau – geht das?“
Die Antwort des Ehepaares Allek/Bruchmann-Allek lautet nach zweieinhalb Jahren eigener Erfahrung klar: Ja, es geht. Wie der Weg dorthin aussieht, welche Voraussetzungen zu beachten sind und welche Erfahrungen sich aus dem Betrieb ableiten lassen, wollen die beiden an diesem Abend ausführlich erläutern.
Weitere Termine der Veranstaltungsreihe sollen folgen.
Wärmepumpen live erleben
Eine besondere Gelegenheit zum praktischen Einblick bietet außerdem der bundesweite Tag des Offenen Heizungskellers am Samstag, 21. November 2026. Auch LocalZeroSchwerte beteiligt sich an der Aktion.
Mehrere Heizungskeller in Schwerte werden an diesem Tag geöffnet. Interessierte haben damit die Möglichkeit, Wärmepumpen nicht nur auf Bildern oder in Vorträgen kennenzulernen, sondern die Technik direkt vor Ort zu erleben. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer können dabei ihre Erfahrungen aus dem praktischen Betrieb weitergeben und Fragen beantworten.
Damit soll eine häufig vorhandene Hemmschwelle abgebaut werden: Wer über eine neue Heizung nachdenkt, hat oft viele Fragen, aber nur wenige Möglichkeiten, eine Wärmepumpe im tatsächlichen Betrieb zu sehen. Der Blick in einen Heizungskeller kann hier einen ganz unmittelbaren Eindruck vermitteln.
Für Werner Allek und Sabine Bruchmann-Allek ist der eigene Heizungswechsel vor allem eines geworden: eine praktische Erfahrung, die sie nun mit anderen teilen möchten. Ihr Haus aus dem Jahr 1933 zeigt dabei, dass die Frage nach einer Wärmepumpe nicht allein vom Baujahr eines Gebäudes beantwortet werden kann.
Weitere Informationen, die folgenden Vortragstermine sowie Hinweise zum Tag des Offenen Heizungskellers gibt es auf der Internetseite von localzeroschwerte.de.





