Unterschriften gegen Windräder in Ergste an Landrat überreicht

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Carsten-André Gey, Tanja Hesse, Ludwig Holzbeck (Dezernent Kreis Unna), Michael Makiolla (Landrat Kreis Unna) Foto Niklas Groß

Am Dienstag, den 15. Sept. 2020 waren Tanja Hess und Carsten André Gey als Vertreter der Initiative „Ergste gegen Monsterräder“ zu Gast im Kreishaus in Unna. Der Termin mit dem Landrat Michael Makiolla und Dipl.-Ing. Ludwig Holzbeck (Dezernent für Bauen, Kataster u. Vermessung, Natur u. Umwelt) war für 10:30 Uhr vereinbart. In einem knapp 1 1/2-stündigen Gespräch haben Tanja Hesse und Carsten-André Gey den Standpunkt der Ergster Initiativer gegen die „Monsterräder“ in Ergste  dargestellt. Homepage der Initiative „Ergste gegen Monsterräder“ – www.ergste-gegen-monsterraeder.de

Unterschriften gegen die Windräder in Ergste an den Landrat überreicht
Federführend ist Tanja Hesse dabei die Unterschriften gegen die beantragten Windräder zu sammeln. „In Zeiten der aktuellen Covid19-Pandemie ist das keine leichte Aufgabe. Dennoch sind in den ersten zwei Wochen über 300 Unterschriften besorgter Bürger und Anwohner, die sich alle gegen die Monsterräder ausgesprochen haben, zusammen gekommen. Viele weitere werden folgen!
Denn wir sammelt weiter und fordern alle Bürger auf sich mit ihrer Unterschrift gegen die Windräder in dieser Form auszusprechen“ so Tanja Hesse.

In dem Gespräch erläuterten Landrat Michael Makiolla und Dezernent Ludwig Holzbrink, dass der Kreis Unna die Bewertung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), rund um die beiden in Ergste durch die Firma ABO WIND AG beantragten Windräder, vornimmt.
Zwar hatte der Antragsteller alle Unterlagen eingereicht, doch wurde durch den Kreis Unna schnell festgestellt, dass der Antragsteller noch nacharbeiten muss. D.h. inhaltlich sind einige Gutachten, die ABO WIND eingereicht hat nicht ausreichend.    
Der Kreis Unna wird alle Punkte des Bauantrag das BImSchG betreffend ergebnisoffen prüfen. Der Bescheid, ob positv oder auch negativ, über den Antrag zur Errichtung der Windräder soll auf jeden Fall so rechtssicher wie möglich sein, so das Anliegen und die Aussage von Landrat Michael Makiolla.

Bisher wurde die Vollständigkeit des Eingangs aller relevanten Themen seitens des Antragstellers geprüft.
Die Frist bis zu einem Bescheid wurde aufgrund von noch inhaltlicher offener Fragen und dem
Beteiligungsverfahren aller Ämter verlängert. Ende 2020 bzw. spätestens Anfang nächsten Jahres sei einer Entscheidung durch den Kreis Unna zu rechnen.

Tanja Hesse und Carsten-André Gey haben die hauptsächlichsten Gründe und Argumente der Anwohner und Bürger aus Ergste klar den Vertretern des Kreise Unna vorgetragen. „Damit die Stimmen der Ergster in dem nicht öffentlichen Verfahren, also ohne Bürgerbeteiligung, trotzdem Gehör finden.“ so Carsten-André Gey

Die Sorgen und Ängste der Ergste Bürger

• der Lärm, den die Räder und der daraus folgenden, gesundheitlichen Schäden, erzeugen.

• der Schattenschlag und dessen Effekte auf das vegetative Nervensystem der betroffenen Menschen.

• der Artenschutz: die Sorge um die Rotmilane, die jeder, der dort spazieren geht oder wohnt oft zu sehen bekommt. Kraniche und Störche ziehen im Frühjahr und Herbst über die Wälder und Felder, auch Fledermäuse sind an den geplanten Standorten der Windräder in großer Anzahl zu Hause.

• das Landschaftsbild ist in Gefahr; viele sehen das schöne hügelige Landschaftsbild in Gefahr und die Verschandelung der Landschaft in einen Industriestandort. Der Hügel auf dem die Windräder errichtet werden sollen ist nicht so hoch, wie die Windräder selbst.

• die Sorge, dass unseren Klimaspender Wald durch Zuwegungen und Fundamente verkleinert werden.

• das Naherholungsgebiet Ergster Wald, das sogar in der grünen Farbe unseres Wappens von Ergste symbolisiert ist, vernichtet wird.

Diese sechs Punkte waren bei den Ergstern, die ihre Unterschriften gegen die Windräder abgegebn haben ganz hoch im Kurs.

Die Initiative „Ergste gegen Monsterräder“ fordert, dass nach der Bewertung der Unterlagen die Abstandsregeln, die viele andere Bundesländer zum Schutz ihrer Anwohner vor Immissionen, bereits getroffen haben, auch für Ergste gelten werden und die „Monsterräder“ aufgrund dessen abgelehnt werden.

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