Freitag, Juli 10, 2026
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SPD-Debakel im Südkreis: Warum fragt der Unterbezirk nicht endlich in Schwerte nach?

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Bernd Dreisbusch, SPD. Foto: Thomas Schmithausen

Von Meike-Corina Kühne-Schmithausen

Was für eine Blamage im Wahlkreis Unna I! Kaum in Schwerte nominiert, wirft Bernd Dreisbusch schon wieder das Handtuch. Zurück bleibt ein sichtlich überrumpelter SPD-Unterbezirk, der nun panisch nach einem Retter für das Landtagsticket sucht. Klingt nach einer mittelschweren Katastrophe – ist aber vor allem eine fette, hausgemachte Chance. Vorausgesetzt, man schaut endlich dorthin, wo man weiß, wie Siege eingefahren werden: nach Schwerte!

Denn während die Genossen im Kreis gerade ziemlich orientierungslos wirken, hat die Schwerter SPD erst vor wenigen Monaten bei der Kommunalwahl eindrucksvoll bewiesen, wie moderner, erfolgreicher Wahlkampf funktioniert. Mit einem bärenstarken Ergebnis für die Ratsfraktion und dem souveränen Durchmarsch von Bürgermeister Dimitrios Axourgos im ersten Wahlgang haben die Schwerter die Konkurrenz regelrecht deklassiert. Kurz gesagt: An der Ruhr sitzt die wahre Wahlkampf-Kompetenz des Südkreises.

Es liegt also eigentlich auf der Hand: Die Chancen für eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus Schwerte standen selten besser. Wer im Rathaus und an den Infoständen die absolute Mehrheit holt, der kann auch Düsseldorf.

Warum also zögert die Kreis-SPD eigentlich noch? Warum fragt der Unterbezirk nicht mal ganz offiziell in Schwerte nach Unterstützung und frischem Personal?

Die Steilvorlage liegt auf dem Tisch. Mal sehen, ob die Verantwortlichen im Kreis Unna diesen Elfmeter jetzt mutig verwandeln – oder ob sie das Problem lieber in gewohnter Manier aussitzen, bis der Zug endgültig abgefahren ist.

Der Ruhrblick bleibt dran!

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