Dienstag, Juni 16, 2026
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SOS: Schwerte im Stillstand – Plan oder Planlosigkeit?

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Symbolbild

Ein Kommentar von Meike-Corina Kühne-Schmithausen

Haben Sie heute schon gepflegt geflucht? Falls ja, saßen Sie vermutlich im Auto. Wer aktuell versucht, Schwerte während der Stoßzeiten zu durchqueren, braucht kein Navigationsgerät, sondern ein Meditationskissen und eine Thermoskanne Baldriantee.

Das, was sich momentan auf unseren Straßen abspielt, als „Verkehrsfluss“ zu bezeichnen, ist blanker Hohn. Es ist ein kollektiver Infarkt. Die Hauptschlagadern Hörder Straße und Schützenstraße sind dicht. Jeden Tag. Ohne Ausnahme. Und das Schlimmste: Ein Licht am Ende des Tunnels? Fehlanzeige. Stattdessen blicken wir nur in die Bremsleuchten des Vordermanns.

Ein Schildbürgerstreich jagt den nächsten

Man fragt sich wirklich: Wer koordiniert das eigentlich? Es wirkt fast so, als hätte man die Baustellenplanung gewürfelt – und dabei nur Sechsen kassiert.

• Die Umgehungs-Falle: Die Binnerheide sollte eigentlich entlasten. Stattdessen wird die Umgehung selbst zum Nadelöhr.

• Baustellen-Bingo: Wir haben Bauarbeiten im Alten Dortmunder Weg und in der Wittekindstraße. Parallel dazu wird die Hagener Straße zur Dauerbaustelle erklärt.

• Die Krönung: Als wäre das Chaos nicht schon perfekt, hat man in der Verlängerung des Alten Dortmunder Wegs auch noch diese charmanten Betonkübel mit Bäumchen platziert. Straßenverengungen mitten in der Krise? Das ist kein Klimaschutz, das ist pure Schikane gegen jeden, der auf vier Rädern unterwegs sein muss.

Die Freiheit stirbt im Stau

Natürlich hören wir von offizieller Seite oft den sanften Hinweis, man könne ja auf das Fahrrad umsteigen oder zu Fuß gehen. Ein schöner Gedanke – für den sonnigen Sonntagsausflug. Aber für den Handwerker, die Pflegedienstkraft oder die Mutter, die Kinder und Wocheneinkauf jongliert, ist das Auto kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

Es kann nicht Sinn und Zweck einer modernen Stadtplanung sein, die Bürger durch künstliche Hindernisse und mangelhafte Baustellen-Koordination zur Aufgabe ihres Autos zu zwingen. Mobilität bedeutet Lebensqualität. In Schwerte bedeutet sie momentan vor allem: Lebenszeitverschwendung.

Egal, wo man in unserer Stadt wohnt: Von A nach B zu kommen, gleicht derzeit einer Odyssee.

Liebe Verkehrsplaner, es reicht! Wir brauchen keine neuen Blumenkübel, wir brauchen ein Konzept, das den Namen verdient. Bevor Schwerte endgültig im Leerlauf verglüht.

Was sagen Sie zum Verkehrschaos? Schreiben Sie uns oder diskutieren Sie mit auf Social Media!

1 Kommentar

  1. Ich muss jeden Tag von Geisecke nach Westhofen zur Arbeit. Ca.9km Dafür brauche ich im Schnitt 25 – 30min, egal welche neue Stecke ich mir auch ausdenke. Überall Baustellen und dadurch mega viel Verkehr. Jetzt noch dazu auf der Hagener Straße in Wandhofen. Dazu noch diese armselige Kirmes Ich könnte heulen. Die Stadtplaner sollten sich was schämen uns Bürger so zu verarschen.

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