Mittwoch, Juni 10, 2026
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Seit Jahrzehnten für Menschen da: Grete‑Meißner‑Zentrum und Essen auf Rädern feiern Jubiläen

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Das Grete-Meißner-Zentrum. Foto: Grete-Meißner-Zentrum

Zwei runde Jubiläen markieren in diesem Jahr gelebte soziale Verantwortung in Schwerte: Das Grete‑Meißner‑Zentrum blickt auf 45 Jahre zurück, der Dienst Essen auf Rädern besteht seit 50 Jahren. Beide Angebote stehen für Verlässlichkeit – und für die Fähigkeit, sich immer wieder neu an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen.

Gegründet wurde das heutige Grete‑Meißner‑Zentrum am 27. April 1981 als Altentagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde Schwerte. Ziel war es von Beginn an, einen öffentlichen Raum zu schaffen, in dem Bürgerinnen und Bürger ihren Bedürfnissen nach Begegnung, Bildung, Gemeinschaft sowie kulturellen und sportlichen Angeboten nachgehen können. Schon damals ging es um mehr als Beschäftigung – es ging um gesellschaftliche Teilhabe.

Am 7. Dezember 1990 erhielt das Haus seinen heutigen Namen. Die Umbenennung in Grete‑Meißner‑Zentrum trug der gewachsenen Angebotsvielfalt und der stärkeren Ausrichtung ins Gemeinwesen Rechnung. Namensgeberin Grete Meißner (1899–1986) wirkte ab 1927 als Fürsorgerin bei der Inneren Mission Schwerte. Über 37 Jahre hinweg setzte sie sich für Menschen in schwierigen Lebenslagen ein. Ihr Engagement prägt die Haltung des Hauses bis heute.

Seit 1992 ist zudem die Ökumenische Zentrale gGmbH für Altenhilfe im Haus ansässig. Dadurch wurde das Angebot um Beratung, Betreuung und Entlastung für ältere Menschen und ihre Angehörigen erweitert, unter anderem durch Pflegeergänzungsdienste, Wohnberatung und Demenzgruppen.

Heute präsentiert sich das Grete‑Meißner‑Zentrum als offener, niedrigschwelliger Treffpunkt für Schwerterinnen und Schwerter ab 50 Jahren. Das Programm reicht von NeuroKinetik®, Sprachkursen und ganzheitlichem Gedächtnistraining über Buchclub, Wandergruppe und Filmvorführungen bis hin zu hybriden Vorträgen. Auch Themen wie Künstliche Intelligenz gehören inzwischen selbstverständlich dazu. Begegnungsformate wie Speed‑Dating schaffen darüber hinaus neue soziale Kontakte.

Besonders prägend ist dabei die Atmosphäre im Haus: familiär, herzlich und offen. Nicht selten ziehen Kaffeeduft und der Geruch frisch gebackener Waffeln durch die Räume – Sinnbild für Begegnungen, Gespräche und das Miteinander, das im Grete‑Meißner‑Zentrum täglich gelebt wird. Als Teil der Diakonie Schwerte gGmbH ist das Haus Arbeitgeber für hauptamtliche Mitarbeitende und zahlreiche Ehrenamtliche. Mit dem durch die Europäische Union geförderten Netzwerkbüro 60+ ist das Grete‑Meißner‑Zentrum zudem eine zentrale Anlaufstelle rund um Fragen des Älterwerdens. Das Netzwerkbüro 60+ arbeitet dabei eng mit der Stadt Schwerte sowie dem SkF Schwerte zusammen.

Getragen wird diese Arbeit von einer klaren Vision: Als fester Bestandteil des sozialen Lebens in Schwerte versteht sich das Grete‑Meißner‑Zentrum als aktiver Mitgestalter einer Stadt, in der Älterwerden in Gemeinschaft, Selbstbestimmung und Würde möglich ist. Ziel ist es, Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken, ein positives Altersbild zu fördern und Teilhabe durch Bildung, Prävention und Beratung zu stärken. Kunst und Kultur werden dabei bewusst gefördert, um kreative Ausdrucksformen zu ermöglichen, kulturelle Teilhabe zu stärken und Begegnungen über unterschiedliche Lebenswelten hinweg zu eröffnen. Darüber hinaus unterstützt das Zentrum ältere Menschen auch darin, ihre Anliegen zu formulieren und sichtbar zu machen – im Quartier ebenso wie im gesellschaftlichen Diskurs. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Schwerte und vielen weiteren lokalen Akteuren findet unter anderem ihren Ausdruck im Aktionsbündnis GEM≠EINSAMKEIT.

Ein fester Bestandteil des Angebots ist seit 1976 der Dienst Essen auf Rädern. Rund 160 Kundinnen und Kunden werden derzeit versorgt. Für viele ist die tägliche Mahlzeit mehr als Versorgung: Sie bedeutet Verlässlichkeit, sozialen Kontakt und Sicherheit. Die Fahrerinnen und Fahrer, häufig selbst im Ruhestand, begleiten ihre Kundinnen und Kunden oft über viele Jahre hinweg – mit einem netten Wort und einem Lächeln. In kritischen Situationen haben sie nicht selten rechtzeitig Hilfe organisiert.

Die Jubiläen machen deutlich, wie wichtig diese Angebote für Schwerte sind. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn – auf eine Stadt, in der Gemeinschaft, Teilhabe und Menschlichkeit auch künftig einen festen Platz haben.

Hinweis | Öffentliche Einladung

Anlässlich des doppelten Jubiläums lädt das Grete‑Meißner‑Zentrum am Montag, 27. April 2026, ab 12 Uhr zur öffentlichen Feier ein.
Ort: Grete‑Meißner‑Zentrum, Schützenstraße 10, 58239 Schwerte.

Mit Rückblicken, Mitmachangeboten, einem Auftritt des Seniorentheaters Schwerte, einem gemeinsamen Mittagsimbiss sowie Kaffee, Kuchen und frisch gebackenen Waffeln lohnt sich ein Besuch für alle Interessierten.


PM: Grete-Meißner-Zentrum

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