Samstag, August 29, 2026
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Schwerte ist wieder große Freiluftbühne

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Foto: Stadt Schwerte

Internationale Künstler, außergewöhnliche Inszenierungen und freies Theater mitten in der Stadt – bis Sonntagabend verwandelt sich die Schwerter Innenstadt in eine Bühne

Es braucht keine große Theaterbühne, keinen roten Vorhang und keinen festen Sitzplatz: Mit dem 33. Welttheater der Straße ist am Freitagabend (28. August) eines der traditionsreichsten Kulturereignisse in Schwerte eröffnet worden. Bürgermeister Dimitrios Axourgos und der künstlerische Leiter des Festivals, Holger Ehrich, gaben auf dem Marktplatz den offiziellen Startschuss für ein Wochenende, an dem die Schwerter Innenstadt wieder zum Schauplatz internationalen Theaters unter freiem Himmel wird.

Bis Sonntagabend erwartet die Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Programm mit 16 Ensembles aus sieben Ländern und rund 40 Aufführungen. Theater, Tanz, Artistik, Zirkus, Komik und interaktive Formate treffen dabei auf die besondere Atmosphäre der Schwerter Innenstadt.

Schon die Eröffnung machte deutlich, worin die besondere Idee des Welttheaters der Straße liegt: Kunst kommt nicht nur zu den Menschen – sie findet dort statt, wo Menschen ohnehin unterwegs sind.

„Theater braucht an diesem Wochenende keine große Eingangstür“

Bürgermeister Dimitrios Axourgos unterstrich bei der Eröffnung die besondere Stellung des Festivals für Schwerte. Seit mehr als drei Jahrzehnten gehöre das Welttheater der Straße zur Stadt, sagte er. Gleichzeitig sei gerade die Fähigkeit des Festivals, sich immer wieder neu zu erfinden, ein wesentlicher Grund für seine anhaltende Bedeutung.

„Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört dieses Festival zu Schwerte. Und trotzdem lebt es gerade nicht davon, immer dasselbe zu bieten. Im Gegenteil: Das Welttheater überrascht uns jedes Jahr aufs Neue“, sagte Axourgos.

Dabei gehe es nicht allein um außergewöhnliche Produktionen, sondern auch darum, Berührungsängste gegenüber Theater und Kultur abzubauen. Das Festival verlasse bewusst die klassischen Räume des Kulturbetriebs und bringe die Kunst direkt in den öffentlichen Raum.

„Theater braucht an diesem Wochenende keine große Eingangstür und keinen festen Sitzplatz. Es kommt zu den Menschen“, erklärte der Bürgermeister.

Damit werde die Stadt selbst zum Theaterraum. Straßen, Plätze und andere Orte in der Innenstadt verwandeln sich für die Dauer des Festivals in Spielstätten. Besucherinnen und Besucher können dabei nicht nur gezielt eine Aufführung besuchen, sondern auch spontan stehen bleiben, zuschauen und sich von einer Inszenierung überraschen lassen.

Dank an Unterstützerinnen und Unterstützer

Bereits vor der offiziellen Eröffnung hatte Bürgermeister Axourgos bei einem Empfang in der Volkshochschule den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern des Festivals gedankt. Auch der künstlerische Leiter Holger Ehrich sowie das Team des Kulturbüros im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb (KuWeBe) standen dabei im Mittelpunkt.

Denn ein Festival in dieser Größenordnung lässt sich nicht allein durch die Arbeit auf der Bühne realisieren. Hinter dem Welttheater stehen zahlreiche Menschen, Institutionen und Unternehmen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass das internationale Festival in Schwerte stattfinden kann.

„Ein Festival dieser Qualität und Größenordnung ist nicht selbstverständlich. Es braucht Menschen, die davon überzeugt sind, dass Kultur einen festen Platz mitten in unserer Stadt verdient“, betonte Axourgos.

Sein Dank galt deshalb insbesondere den Sponsorinnen und Sponsoren sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die das Welttheater ermöglichen. Ebenso würdigte er die Arbeit von Holger Ehrich und des Kulturbüros, die für die Organisation und künstlerische Gestaltung des Festivals verantwortlich sind.

Internationale Gäste treffen auf Schwerter Kulturszene

Am Samstag (29. August) und Sonntag (30. August) wird das Festival in der Innenstadt fortgesetzt. Insgesamt gibt es an zwölf Spielorten ein Programm, das ganz unterschiedliche Formen der darstellenden Kunst miteinander verbindet.

Das Spektrum reicht von klassischem Theater und Tanz über zeitgenössische Artistik bis hin zu Zirkuskunst, Komik und interaktiven Formaten. Internationale Produktionen aus sieben Ländern treffen dabei auf Künstlerinnen und Künstler sowie Beiträge aus der Schwerter Kulturszene.

Gerade diese Verbindung zwischen internationaler Bühnenkunst und lokalen Akteuren sei ein besonderes Merkmal des Festivals, betonte der Bürgermeister.

„Das Welttheater bringt nicht einfach internationale Kunst nach Schwerte. Es nimmt zugleich Ideen, Kreativität und Engagement aus Schwerte auf. Ich finde, genau darin liegt eine besondere Qualität dieses Festivals.“

Damit versteht sich das Welttheater nicht lediglich als Gastspiel internationaler Ensembles. Vielmehr entsteht ein kultureller Austausch, bei dem die Stadt selbst Teil des Festivals wird.

Die Innenstadt wird zur Bühne

Für das Publikum bedeutet das Welttheater vor allem eines: Theater einmal anders erleben.

Die Besucherinnen und Besucher müssen nicht in ein Theatergebäude gehen und sich auf einen festen Platz setzen. Stattdessen bewegen sie sich durch die Stadt und können an verschiedenen Orten ganz unterschiedliche Produktionen entdecken.

Gerade dieser offene Charakter macht den besonderen Reiz des Festivals aus. Familien, Kulturinteressierte, Passantinnen und Passanten sowie Menschen, die vielleicht nicht regelmäßig ins Theater gehen, begegnen den Künstlerinnen und Künstlern unmittelbar im öffentlichen Raum.

So kann aus einem gewöhnlichen Innenstadtbesuch plötzlich ein außergewöhnliches Kulturerlebnis werden.

Die zwölf Spielorte verteilen sich über die Innenstadt. Zwischen den einzelnen Aufführungen bleibt dabei genügend Gelegenheit, das Festivalgelände zu erkunden, andere Produktionen zu entdecken oder einfach die besondere Atmosphäre des Wochenendes zu genießen.

Freier Eintritt macht Kultur für alle zugänglich

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Welttheaters ist der grundsätzlich freie Eintritt. Damit steht das Festival einem möglichst breiten Publikum offen.

Eine Eintrittskarte ist nicht erforderlich, um die Atmosphäre des Welttheaters zu erleben. Besucherinnen und Besucher können spontan kommen, Aufführungen ansehen und sich ihr eigenes Festivalprogramm zusammenstellen.

Das entspricht auch dem Grundgedanken, den Axourgos bei der Eröffnung formulierte: Kultur soll nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern mitten in der Stadt und damit mitten im Leben.

Noch zwei Tage voller Theater

Nach dem Auftakt am Freitagabend geht das Welttheater am gesamten Wochenende weiter.

Am Samstag, 29. August, laufen die Aufführungen von 14.30 Uhr bis etwa 23 Uhr.

Am Sonntag, 30. August, beginnt das Programm bereits um 14 Uhr und dauert bis ungefähr 20.45 Uhr.

An beiden Tagen sind die zwölf Spielorte in der Schwerter Innenstadt Schauplätze des Festivals.

Damit steht Schwerte für ein Wochenende ganz im Zeichen des Theaters im öffentlichen Raum. Internationale Künstlerinnen und Künstler treffen auf das Publikum, die Innenstadt wird zur Bühne und die Grenzen zwischen Alltag und Theater verschwimmen.

Ein Festival, das zu Schwerte gehört

Das 33. Welttheater der Straße zeigt damit einmal mehr, wie eng das Festival inzwischen mit der Stadt verbunden ist. Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört es zum kulturellen Kalender Schwertes und lockt Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt.

Dabei ist es gerade die Mischung, die das Festival auszeichnet: internationale Produktionen und lokale Beteiligung, Theater und Zirkus, Tanz und Artistik, geplante Aufführungen und spontane Begegnungen.

Und vielleicht liegt genau darin die größte Stärke des Welttheaters: Es verlangt seinem Publikum nicht ab, Theater erst zu suchen.

Das Theater kommt zum Publikum.

Und an diesem Wochenende ist ganz Schwerte seine Bühne.

Welttheater der Straße – Programm am Wochenende

Samstag, 29. August:
14.30 bis ca. 23 Uhr

Sonntag, 30. August:
14 bis ca. 20.45 Uhr

Spielorte: 12 Orte in der Schwerter Innenstadt

Beteiligung: 16 Ensembles aus sieben Ländern

Aufführungen: rund 40

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