Ruhrstadt Orchester startet fulminant ins Klassik Festival 2022

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Foto: Christel R. Radix

Alexander Ostrowski leitete das Jubiläums-Eröffnungskonzert

Von Christel R. Radix

30 Jahre Ruhrstadt Orchester: Mit dem traditionellen Neujahrskonzert wurde am Sonntag, 16. Januar, das Klassik Festival 2022 mit sechs Jubiläums-Festkonzerten in der Rohrmeisterei eröffnet. In dem Eröffnungskonzert setzte sich der 24-jährige australische Cellist Sam Lucas in zwei Vorträgen als Solist in Szene.

Aufgrund einer akuten Schulterverletzung konnte der Städtische Kapellmeister Claus Eickhoff nicht dirigieren. An seiner Stelle leitete Alexander Ostrowski das Konzert. Ostrowski, ein Vertreter der berühmten russischen Dirigier- und Violinschule, leitet die renommierte Phönix-Musikakademie in Dortmund.

Glanzlichter der Klassik

Eine wunderbare instrumentale Darbietung des Chorals „Herz und Mund und Tat und Leben“ aus der Kantate BWV 147, ursprünglich komponiert für den 2. und 4. Advent des Jahres 1716 von Johann Sebastian Bach, war der Auftakt von insgesamt fünf Glanzlichtern der Klassik, die die Gäste in ihren Bann zogen. Das klangfreudige Ruhrstadt Orchester in erweiterter Besetzung mit Hörnern, Fagott, Flöten und Oboen, setzte schon zu Beginn starke Akzente.

Barock erklang die fünfsätzige Suite des russischen Komponisten Anton Stepanowitsch Arenski. Hier brachten die Musiker die Vielgestaltigkeit dieses Werkes zum Ausdruck. Sie boten eine Art Collage unterschiedlicher Musikstile und schöner Melodien. Beeindruckende Dialoge zwischen den Instrumenten sowie das große Klangspektrum überzeugten.

Sam Lucas entfaltete virtuose Künste

Grandios meisterte Sam Lucas das Konzert B-Dur für Violoncello und Orchester von Luigi Boccherini und das Rondo für Violoncello und Orchester op. 94 von Antonin Dvorak. Das Boccherini-Konzert gilt als sein populärstes mit hohen virtuosen Ansprüchen an den Solisten. Eingängig und schmeichelnd die Melodie des 1891 von Antonin Dvorak für Cello und Klavier komponierte Rondo, dessen Klavierbegleitung er 1893 orchestrierte.

Mit großem Gespür für den Charakter der Werke, entfaltete Sam Lucas technisch versiert hohe Virtuosität. Das Publikum spendete anhaltenden Applaus.

Den Schlusspunkt setzte das Ruhrstadt Orchester mit der Interpretation von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485. Leicht und heiter, dadurch nicht weniger anspruchsvoll, erklang dieses herausragende Werk. Das Eröffnungs-Konzert macht Lust auf die noch folgenden fünf Konzerte im Jubiläumsjahr.

Die weiteren Festkonzerte 2022: 

27.3. „Klangdenkmäler vor Ostern“

12.6. „Meilensteine der Klassik“

21.8. „Young Artists Festival“

1.11. „Allerheiligen-Gedenkkonzert“

4.12. „Weihnachtskonzert“

Infos: www.ruhrstadt-orchester.blogspot.de

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