Bei umfangreichen Verkehrskontrollen haben Polizeibeamte der Wache Schwerte gemeinsam mit dem Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna am Donnerstag (18. Juni 2026) mehrere Verstöße im Straßenverkehr festgestellt. Im Fokus der Maßnahmen standen insbesondere Drogenfahrten, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie die allgemeine Verkehrssicherheit.
Bereits im Bereich Reichshofstraße/Amtsstraße in Schwerte-Westhofen kontrollierten die Einsatzkräfte einen 36-jährigen Autofahrer aus Gelsenkirchen. Dabei ergaben sich Hinweise darauf, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Drogentest verlief positiv auf Kokain. Die Beamten ordneten daraufhin die Entnahme einer Blutprobe an und leiteten entsprechende Verfahren ein.
Auch weitere Verkehrsverstöße wurden im Rahmen der Kontrollen festgestellt. An der Schützenstraße ahndeten die Einsatzkräfte einen Rotlichtverstoß, während an der Letmather Straße ein Autofahrer während der Fahrt sein Mobiltelefon benutzte und deshalb mit einem Bußgeld rechnen muss.
Besonders brisant entwickelte sich eine Kontrolle auf der Hörder Straße. Dort bemerkten die Beamten in Fahrtrichtung Innenstadt auf Höhe eines Gartencenters einen schwarzen BMW, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Als die Polizei den Fahrer anhalten wollte, ignorierte dieser die Anhaltesignale und setzte seine Fahrt fort.
Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung auf. Während ein Streifenwagen dem Fahrzeug unmittelbar folgte, befand sich ein weiterer Wagen rund 100 Meter dahinter. Auf Höhe der Kreuzung Hörder Straße/Talweg versuchte der Fahrer offenbar, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Dabei beobachteten die Polizisten ein äußerst gefährliches Manöver: Während der Fahrt wechselten der männliche Fahrer und seine weibliche Beifahrerin die Plätze.
Nach Angaben der Polizei kollidierte der BMW während dieses Fahrertauschs beinahe mit einem geparkten Anhänger. Die Situation blieb jedoch nicht die einzige gefährliche Szene. Als die Beamten das Fahrzeug schließlich stoppen wollten, touchierte der BMW die geöffnete Tür eines Streifenwagens. Dabei entstand leichter Sachschaden.
Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der ursprüngliche Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Zudem wies das Fahrzeug mehrere technische Mängel auf. Gegen den Fahrer sowie den Fahrzeughalter wurden Strafanzeigen gefertigt.
Die Schwerpunktkontrollen brachten darüber hinaus weitere Verstöße ans Licht. Insgesamt stellten die Einsatzkräfte zwei Fahrzeuge wegen erheblicher technischer Mängel sicher. Außerdem wurden zwei weitere Fahrzeugführer festgestellt, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Straßenverkehr teilgenommen hatten.
Die Kreispolizeibehörde Unna wertet die Ergebnisse als Beleg dafür, dass gezielte Verkehrskontrollen weiterhin notwendig sind. Insbesondere Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie technisch manipulierte Fahrzeuge stellen nach Einschätzung der Polizei erhebliche Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer dar.
Die Polizei kündigte daher an, auch künftig verstärkt Kontrollen im gesamten Kreisgebiet durchzuführen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und konsequent gegen Drogen-, Alkohol- und Tuningdelikte vorzugehen.





