»Kirchen und Kino. Der Filmtipp« präsentiert bis Mai 2022 acht herausragende Filme in 25 Orten Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens

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Bild: Katholische Akademie Schwerte

Von September 2021 bis Mai 2022 präsentiert die ökumenische Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ wieder acht herausragende Filme in 25 Orten Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens. Die Filme der Reihe sind in insgesamt über 250 Vorstellungen zu sehen.

Die neue Staffel zeigt Filme, die von Menschen erzählen, die sich nach Heilung, Nähe und Beziehungen sehnen. Dabei werden aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgegriffen: prekäre Lebens- und Arbeitsverhältnisse wie in Nomadland und Das neue Evangelium, die Rolle des Alkohols als stimulierende und zugleich zerstörerische Droge wie in Der Rausch oder die Frage nach dem, was einen Menschen ausmacht wie in Ich bin Dein Mensch

Die Programmauswahl lag bei einer Jury aus Vertretern der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit sowie der beteiligten Kinos. Zur Wahl standen über 30 Filme, die im vergangenen Kinojahr von der evangelischen und katholischen Filmkritik in Deutschland und der Schweiz als „Film des Monats“ oder als „Kinotipp der Katholischen Filmkritik“ ausgezeichnet wurden. Zu sehen gibt es überzeugende Filme, die unabhängig von ihrer jeweiligen geistigen Beheimatung die Sehnsucht nach dem Anderen, nach einem „Mehr des Lebens“ aufrechterhalten. 

Nomadland – Foto: Katholische Akademie Schwerte

Die örtlichen Kooperationspartner geben in der Regel eine kurze Einführung zum jeweiligen Film, im Anschluss an die Vorführung besteht in zahlreichen Spielorten die Möglichkeit zum Austausch. Zu ausgewählten Filmen werden immer wieder auch vertiefende Angebote wie Podiumsgespräche organisiert. 

Alle Termine und weiterführende Informationen zu den Filmen und den Spielorten finden sich ab Mitte September auf der Homepage www.kirchen-und-kino.de

„Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ ist eine Filmreihe der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit den örtlichen evangelischen und katholischen Bildungswerken, der Beauftragten für Kunst und Kultur der Evangelischen Kirche von Westfalen, dem Medienzentrum im Erzbistum Paderborn, dem Medienzentrum Haus Villigst im Pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen, dem Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (Arbeitsfeld Kunst und Kultur), dem Filmkulturellen Zentrum im GEP  Forum der Evangelischen Kirche für Film und Kino und dem Medienservice im Bistum Hildesheim. Unterstützt wird das Projekt vom Filmportal filmdienst.deund der Filmzeitschrift epd-film sowie der Deutschen Bischofskonferenz (Bereich Kirche und Gesellschaft).

Die Filme der Staffel 2021/2022 sind in folgenden Orten zu sehen:

Nordrhein-Westfalen: Bad Driburg, Bad Laasphe, Bad Oeynhausen, Brakel, Gütersloh, Hagen, Herne, Hilchenbach, Iserlohn, Lage, Lennestadt, Paderborn, Schwerte, Unna und Warburg. 

Niedersachsen: Gifhorn, Hameln, Hannover, Lingen, Nienburg, Osterholz-Scharmbeck, Schneverdingen, Sulingen, Walsrode und Wittingen.

Zum Auftakt wird Undine (Deutschland 2020) von Christian Petzold gezeigt. Der Film holt die romantische Erzählung von der Wasserfrau in das Berlin von heute. Die Stadthistorikerin Undine wird von ihrem Freund verlassen. Der Mythos will, dass sie den Mann, der sie verrät, tötet und danach ins Wasser zurückkehrt. Doch anders als die Sagenfigur entscheidet sich die Protagonistin für eine neue Liebe. Der Film modernisiert in der Nachfolge von Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ den alten Mythos der Wasserfrau und rückt eine moderne Zwischenweltfigur ins Zentrum. Er erzählt auch mit Blick auf die Berliner Stadtgeschichte vom Ausstieg einer Frau aus der Wiederholungsschleife und verbindet auf anrührende Weise romantisches Märchen, Unterwasserabenteuerfilm und Gegenwartsrealismus. Hauptdarstellerin Paula Beer wurde für ihre herausragende Leistung mit dem Silbernen Bären und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.

Die weiteren Filme sind:

Yalda, Frankreich/Deutschland 2019, Regie: Massoud Bakhshi 

Corpus Christi, Polen 2019, Regie: Jan Komasa (Auszeichnung mit elf polnischen Filmpreisen 2020)

Niemals, Selten, Manchmal, Immer, USA 2019, Regie: Eliza Hittman (Silberner Bär – Großer Preis der Jury Berlinale 2020)

Der Rausch, Dänemark 2020, Regie: Thomas Vinterberg (Auszeichnung mit vier europäischen Filmpreisen 2020; Oscar 2021  Bester internationaler Film)

Ich bin Dein Mensch, Deutschland 2021, Regie: Maria Schrader (Nominierung in fünf Kategorien für den Deutschen Filmpreis 2021)

Das neue Evangelium, Deutschland/Schweiz/Italien 2020, Regie: Milo Rau

Nomadland, USA 2020, Regie: Chloé Zhao (Oscar 2021 in drei Kategorien  Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin)

PM: Katholische Akademie Schwerte

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