Hilfe für stark Übergewichtige kommt an – Adipositaszentrum behandelt in zwei Jahren über 100 Patienten

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Das Team des Adipositaszentrums freut sich auf das angestrebte Zertifizierungsverfah-ren. Dazu war es notwendig, nach 2019 auch in diesem Jahr mindestens 50 Patienten operativ zu behandeln. Foto: Marienkrankenhaus Schwerte

Geschafft. Das Adipositaszentrum des Marienkrankenhauses hat die Zielvorgabe für die Zertifizierung in  2020 erreicht: 50 operierte Patienten in einem Jahr.  

Während sich 2019 rund 60 Frauen und Männer mit Gewichtsproblemen von Chefarzt Dr. Bertram Wagner operieren ließen, sind es trotz Corona und dem Lookdown im Frühjahr im Oktober dieses Jahres bereits 50 Patienten.

„Wir freuen uns sehr, dies erreicht zu haben. Diese Zahl markiert den geforderten Wert, um sich als Adipositaszentrum zertifizieren lassen zu können“, berichtet der Leiter der Klinik für Allgemein- Viszeralchirurgie und des angeschlossenen  Adipositaszentrums.

Sein Ärzte- und Pflegeteam sowie die Koordinatoren Jessica Fitz-Kahle und Petra Roggenkamp arbeiten bei der Unterstützung für stark Übergewichtige mit der Schwerpunktpraxis Diabetes von Dr. Michael Herr eng zusammen. Gemeinsam bieten sie ein Behandlungskonzept von der Beratung über Angebote konservativer Therapien bis hin zur Operation an.

Entscheidend ist, dass mit dem Übergewicht verbundene Gesundheitsrisiko zu minimieren. „Schwere Menschen leben im Durchschnitt zehn Jahre kürzer“, berichtet Dr. Bertram Wagner. „Adipositas ist eine Krankheit, die die Betroffenen selbst sehr selten in den Griff bekommen. Begleiterkrankungen wie hoher Blutdruck, schlecht oder nicht eingestellten Blutzucker münden häufig in einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder stark geschädigten Nieren und Nerven.“ Insofern sei das Team stolz darauf, die Güte des Behandlungskonzepts jetzt auch von Experten bewerten lassen zu können.  

Die Kosten für die Adipositas-Behandlung übernehmen Krankenkassen, wenn eine leitliniengerechte Vorbehandlung stattgefunden hat.  Dr. Wagner: „Die Betroffenen müssen motiviert sein, ihren Lebensstil komplett zu ändern. Sie müssen sich gesunder ernähren, sich mehr bewegen und Sport treiben. Das ist für die Betroffenen gerade am Anfang nicht immer leicht.  Wir als Team stehen mit Rat und Tat zur Seite.“  

PM: Marienkrankenhaus Schwerte

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