Mittwoch, April 8, 2026
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Gedenken an rechtsextreme NSU-Morde in Dortmund: Bündnis Schwerte gegen Rechts lädt zur gemeinsame Anreise zum Tag der Solidarität mit Mehmet Kubaşık

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Bild: Bündnis Schwerte gegen Rechts

Das Bündnis Schwerte gegen Rechts beteiligt sich gemeinsam mit weiteren Engagierten aus dem Kreis Unna am 4. April an der Gedenkveranstaltung für Mehmet Kubaşık in Dortmund und der Demonstration ab 15 Uhr an der Mallinckrodtstr. 190. Dazu organisiert das Bündnis eine gemeinsame Zuganreise für alle, die nicht allein nach Dortmund fahren wollen. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Schwerte.

Mehmet Kubaşık wurde 2006 in der Nordstadt durch den NSU ermordet. Er war das achte Opfer der rassistischen und rechtsextremen Mordserie. Die anschließenden Ermittlungen und die Berichterstattung waren ebenfalls von rassistischen Vorurteilen gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen geprägt. Ein rechtes Tatmotiv, das die Hinterbliebenen früh vermuteten, wurde durch die Behörden – trotz zahlreicher V-Personen im Umfeld der Rechtsterroristen- weitgehend ausgeschlossen und auch von der Mehrheitsgesellschaft nicht zur Kenntnis genommen. Erst die Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 änderte das. In Dortmund erinnern am „Tag der Solidarität“ seit 14 Jahren Angehörige und Unterstützer:innen an den Mord, seine Folgen und die weiterhin bohrenden Fragen nach den Hintergründen der Tat.

„Bis heute wurde das Versprechen nach Aufklärung gegenüber den Angehörigen nicht eingelöst. Weiterhin sind die Netzwerke rund um den NSU unklar. Die Prozesse gegen NSU-Mitglieder und -Unterstützer sollten vor allem einen Schlussstrich unter die Akte setzen. Das Versagen der Sicherheitsbehörden hatte keine bleibenden Konsequenzen, zog sogar einen Zugewinn an Kompetenzen nach sich. Auch 20 Jahre nach dem Mord beteiligen wir uns deshalb am Gedenken der Angehörigen und Freund:innen der Familie Kubaşık“ so Moritz Wohlers vom Bündnis Schwerte gegen Rechts.

PM: Bündnis Schwerte gegen Rechts

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