Gänsehaut-Konzert in St. Christophorus

0
269
Foto: Martin Krehl

Von Martin Krehl
Durch die geöffneten Türen der St. Christophorus-Kirche schallten sie friedensbewegt in den Abend – die Songs of faith, hope and love. Mitglieder der ehemaligen und immer noch legendären Holzener Kirchen-Band „Joshija“ und etliche Freund*innen hatten sich nur eine einzige Probe gegönnt um am selben Abend noch abzuliefern. „Sag mir wo die Blumen sind“, Udo Lindenbergs „Wozu sind Kriege da?“ und Nicoles Eurovisions-Hit „Ein bisschen Frieden“, schon der Auftakt in der illuminierten Kirche am Rosenweg war sehr gefühlig.

Foto: Martin Krehl

„Heal the world“ war im durchaus tourneereifen Set der Musiker*innen-Initiative zu hören, dazu der Lagerfeuer-Schlager „Blowin‘ in the wind“ – die Besucher*innen in der leider knapp dreiviertel-vollen Kirche hatten ausreichend Gelegenheit mitzusummen. Mitsingen, und zwar im Kanon, mussten sie dann bei „Dona nobis pacem“, was unter dem sensiblen Dirigart von Maestro und Schlagwerker Michi Blaschke prächtig gelang.

Wer bei „Da berühren sich Himmel und Erde“ noch keine Tränen aus den Augenwinkeln wischte, der tat dies aber bei Bonhoeffers Widerstands- und Ergebungslied „Von guten Mächten wunderbar getragen“. Natürlich fehlte auch der Protest-Klassiker „We shall overcome“ nicht. Der Erlös des von Gitarrero Peter Blaschke launig moderierten Abends aus den Spendenkörbchen am Ausgang geht zu gleichen Teilen an die Arbeitsgemeinschaft Versorgungsschränke der Pfarrgemeinde St. Marien und an den Arbeitskreis Asyl – beide Initiativen hatten sofort parat gestanden, als die ersten ukrainischen Kriegsflüchtlinge nach Schwerte kamen.

Bleibt zu hoffen, dass aus dieser Idee , wenn nicht ein Revival von „Joshija“, so doch mindestens ein öfter spontan zusammenkommendes Projekt-Ensemble wird. Gern auf Wiederhören!

Der Abend brachte fast 900 Euro Spenden für beide Organisationen zusammen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein