Mit einem feierlichen Festakt ist in der St. Viktor Kirche der Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten gefeiert worden. Nach mehreren Jahren Bauzeit ist das bedeutendste Wahrzeichen der Ruhrstadt wieder vollständig nutzbar. Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Verwaltung kamen zusammen, um die erfolgreiche Fertigstellung des Großprojekts zu würdigen. Auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos nahm an der Veranstaltung teil.
Im Mittelpunkt des Festaktes stand eine Talkrunde in der Kirche, die von Pfarrer Hartmut Görler moderiert wurde. Gemeinsam mit hochrangigen Gästen wurde auf die Entstehung, die Herausforderungen und die Bedeutung der Sanierung zurückgeblickt. Zu den Gesprächsteilnehmern gehörten Ina Scharrenbach, Oliver Kaczmarek, Heinrich Böckelühr, Mario Löhr sowie Oliver Günter. Alle hatten die Sanierung in unterschiedlichen Funktionen begleitet und unterstützt.
Die Arbeiten an der St. Viktor Kirche wurden in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Zunächst erfolgte die umfassende Sanierung des Innenraums. Dabei erhielt die Kirche unter anderem eine neue Kernorgel. Anschließend wurde das Dach des Kirchenschiffs vollständig neu eingedeckt. Im dritten Bauabschnitt standen schließlich die Sanierung der Außenfassade von Kirche und Turm sowie die Erneuerung des markanten Turmhelms im Mittelpunkt. Während der Bauarbeiten wurden außerdem die Glocken ausgetauscht und das Geläut um zwei neue Glocken erweitert.
Für Bürgermeister Dimitrios Axourgos besitzt die Kirche weit mehr als nur einen religiösen Wert. In seinem Beitrag machte er deutlich, welche Bedeutung das Bauwerk für die gesamte Stadtgesellschaft hat.
„Die St. Viktor Kirche in Schwerte ist kein Bauprojekt wie jedes andere, sondern ein Stück Identität der Stadt. Der schiefe Turm von St. Viktor ist nicht nur für evangelische Christen das Wahrzeichen Schwertes, er gehört allen Schwertinnen und Schwertern. Wenn so ein Symbol jahrelang hinter Gerüst verschwindet, fehlt etwas im Stadtbild und auch im Gefühl für die eigene Stadt“, sagte der Bürgermeister.
Die Gesprächsteilnehmer würdigten übereinstimmend die große Gemeinschaftsleistung, die hinter dem Sanierungsprojekt steht. Die Restaurierung sei nur durch das Zusammenspiel zahlreicher Beteiligter aus Kirche, Politik, Denkmalpflege, Handwerk und Fördermittelgebern möglich gewesen. Gleichzeitig wurde die Bedeutung historischer Bauwerke für die Identität einer Stadt hervorgehoben.
Eine zweite Talkrunde richtete den Blick auf diejenigen, die die Sanierung ganz praktisch umgesetzt haben. Vertreter der beteiligten Gewerke und Fachleute berichteten von den technischen Herausforderungen und den besonderen Anforderungen, die die Arbeiten an einem denkmalgeschützten Gebäude mit sich brachten. Musikalische Beiträge sorgten zwischen den Gesprächsrunden für einen festlichen Rahmen und unterstrichen den besonderen Charakter der Veranstaltung.
Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten präsentiert sich die St. Viktor Kirche nun wieder in ihrer vollen architektonischen Schönheit. Das weithin sichtbare Wahrzeichen prägt erneut ungehindert das Stadtbild von Schwerte und steht als Gotteshaus, kultureller Veranstaltungsort und historisches Denkmal wieder uneingeschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung. Der Festakt markierte damit nicht nur das Ende einer langjährigen Bauphase, sondern zugleich den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt.






