Ein Abend im Zeichen interkulturell geprägter starker Frauen

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2. von rechts Suzanne Bohn, 3. von rechts Serin Kabani. Foto: Stadt Schwerte

Die Bürgerstiftung Rohrmeisterei und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte hatten zum Weibsbilderabend geladen. Dem bewährten Konzept der Weibsbilderabende folgendbewirtete das Serviceteam der Rohrmeisterei unter Leitung von Hannah Agun ein köstlichesvon zwei Köchinnen gezaubertes orientalisch angehauchtes 5-Gänge-Menü.

Serin Kabani überzeugte im Interview. Als alleinerziehende geflüchtete Frau aus Syrien, fand sie in Schwerte eine neue Heimat, kandidierte als Erste für die Frauenliste zur Wahl des Integrationsrates, die bei den letzten Wahlen erfolgreich abschnitt. Sie berichtete von ihrem Leben, ihrer Flucht aus Syrien mit ihren drei Kindern und von der Todesangst, die sie in Syrien verspürte. Wie sie etwa ihre Flucht auf einem defekten Schlauchboot überlebten. Sie erzähltevon ihrem Ankommen in Deutschland und von ihrem Bundesfreiwilligendienst, bei dem die als Kulturvermittlerin arbeitete. Bei all dem verliert die selbstbewusste und starke Frau niemals ihre Zuversicht.

Suzanne Bohn, die französische Kulturjournalistin präsentierte, die aus Algerien stammende französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin, Schauspielerin und Feministin Marie Cardinal. Die sich selbst als ewige Nomadin bezeichnende Cardinal gilt als eine der wichtigsten Frauenstimmen des 20. Jahrhunderts und prägte mit ihrem Satz „Für mich ist Heimat überall und nirgendwo“ den Geist des Abends. Als Opfer des Algerienkrieges und Vertriebene war sie geprägt von einer kulturellen Zerrissenheit, die sie ihr ganzes Leben begleitete. 

Der nächste Weibsbilderabend ist am 7. September. Die Kulturwissenschaftlerin Kirstin ter Jung 

gibt Einblicke in das Frauenbild in der Zeit des Nationalsozialismus, auch in Schwerte. Sie trifft auf die Sprecherin des Bündnis gegen Rechts, Nele Blase.

PM: Stadt Schwerte

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