Das Digitalisierungsprojekt im Stadtarchiv Schwerte nimmt Formen an

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Foto: KuWeBe

Im Juli 2021 konnte sich Stadtarchivarin Beate Schwietz freuen: Nach Monaten der Vorbereitung und Antragstellung bekam das städtische Archiv die Förderzusage im Rahmen des Projektes „WissensWandel“. Mit diesem Förderprogramm unterstützt der Deutsche Bibliotheksverband seit Ende 2020 Archive und Bibliotheken bei ihrer digitalen Weiterentwicklung. Dabei ist „WissensWandel“ Teil des Rettungs- und Zukunftsprogramms Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Mit dem Geld konnte nunmehr der lang ersehnte professionelle Buch-Scanner angeschafft werden. Seither wurde der im Archiv lagernde Urkundenbestand — insgesamt 108 Urkunden aus dem 14. bis 18. Jahrhundert — aus seinem Dornröschenschlaf geholt, alle Urkunden gescannt, verzeichnet und in neue Urkundenkartonagen umgebettet.

Bei den umfänglichen Arbeiten wird Schwietz tatkräftig unterstützt von Historikerin Dr. Andrea Niewerth, deren Arbeit ebenfalls aus den Projektmitteln bezahlt wird. Niewerth hat darüber hinaus den in Schwerte geborenen Historiker und Archivar Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, der von 2004 bis 2013 Präsident des Landesarchives NRW war, gewinnen können, von allen Urkunden so genannte Regesten (als „Regest“ bezeichnet man in der Geschichtswissenschaft die Zusammenfassung des rechtsrelevanten Inhalts von Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit) anzufertigen, welche es Benutzern ermöglicht, den Inhalt der jeweiligen Urkunden zu erschließen.

Foto: KuWeBe

„Ich bin glücklich“, so Beate Schwietz, „dass wir nunmehr diesen wertvollen Bestand zugänglich machen können.“ Denn nach Abschluss der Arbeiten werden die Quellen ab voraussichtlich April d. J. auf dem Online-Portal Archive NRW (www.archive.nrw.de) abrufbar sein. „Natürlich wünsche ich mir“, so Schwietz weiter, „dass wir dieses tolle Gerät auch weiterhin zur Digitalisierung unserer Bestände nutzen können. Das Projekt richtet sich ganz klar an einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Nutzung dieser Technik aus. Allerdings ist dies mit den gegebenen personellen und zeitlichen Ressourcen aktuell nicht umsetzbar.“

Das Archiv steht gerne allen Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. Erreichen können Sie das Archiv telefonisch unter 02304/104-823 oder per Email an stadtarchiv@kuwebe.de.

PM: KuWeBe

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