Sonntag, September 6, 2026
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Bürger*innenräte sollen ab 2027 Schwerter Demokratie stärken

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(Foto: © Th.Schmithausen)

Vernetzungskonferenz in der Rohrmeisterei beschäftigt sich mit Chancen und Stolpersteinen geloster Bürgerbeteiligung
Schwerte. Wie können Bürgerinnen und Bürger stärker in wichtige Entscheidungen ihrer Stadt einbezogen werden? In Schwerte soll darauf ab 2027 eine neue Form der Beteiligung Antworten geben: Bürgerinnenräte. Bei zentralen Fragen und wichtigen Entscheidungen sollen ausgeloste Schwerterinnen gemeinsam nach Lösungen suchen und Empfehlungen für die Politik entwickeln.

Doch wie funktioniert ein Bürger*innenrat eigentlich – und was muss passieren, damit das Verfahren erfolgreich ist? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Vernetzungskonferenz am Dienstag, 15. September, ab 18 Uhr in der Rohrmeisterei.

Das Besondere an Bürgerinnenräten ist die Zusammensetzung: Die Teilnehmerinnen werden per Zufall aus der Bevölkerung ausgelost. Das Los soll dabei unabhängig von Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Herkunft entscheiden. So soll ein möglichst vielfältiges Abbild der Schwerter Bevölkerung entstehen.

Eine besondere Voraussetzung für die Teilnahme gibt es nicht. Vorwissen ist ausdrücklich nicht erforderlich. Genau darin liegt ein wesentlicher Gedanke hinter dem Konzept: Bürger*innenräte sollen allen Menschen die Möglichkeit geben, sich an demokratischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen – unabhängig davon, ob sie sich bislang politisch engagiert haben oder nicht.

Der erste Schwerter Bürgerinnenrat soll sich ab 2027 mit dem Thema „Sicherheit und Zusammenleben“ beschäftigen. Die Ergebnisse der Beratungen werden in einem Bürgerinnengutachten zusammengefasst und anschließend dem Schwerter Stadtrat übergeben. Damit sollen die Perspektiven und Ideen der ausgelosten Bürger*innen Eingang in die politische Entscheidungsfindung finden.

Wie solche Beteiligungsverfahren in der Praxis funktionieren, erläutert bei der Vernetzungskonferenz Thorsten Sterk vom Verein „Mehr Demokratie e. V.“. Er berichtet über Erfahrungen mit gelosten Bürger*innenbeteiligungen in anderen Städten und gibt Einblicke in Verfahren, Chancen und mögliche Herausforderungen.

Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, was einen Bürgerinnenrat zu einem Erfolgsmodell machen kann – und welche Fehler möglichst vermieden werden sollten. Denn damit zufällig ausgeloste Bürgerinnen tatsächlich unterschiedliche Perspektiven einbringen können, braucht es gute Rahmenbedingungen, transparente Verfahren und ausreichend Raum für Austausch und Beratung.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Arbeitskreis Engagierte Stadt in Kooperation mit der Bürgerstiftung Rohrmeisterei. Eingeladen sind alle Interessierten, die sich über die neue Form der Bürgerbeteiligung informieren und mitdiskutieren möchten.

Für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung steht entsprechende Technik zur Verfügung.

Vernetzungskonferenz Bürger*innenräte: Dienstag, 15. September, 18 Uhr, Rohrmeisterei Schwerte. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.
Gern kann ich den Artikel auch noch deutlich lebendiger und stärker im Stil einer Lokalzeitung schreiben – etwa mit einem zugespitzten Einstieg wie „Wer entscheidet eigentlich über die Zukunft Schwertes?“ und einer kürzeren, druckfertigen Fassung.

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