Schnadegang in Westhofen

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Foto: Martin Zilse

Am Samstag, den 2.09.23, trafen sich die Westhofener Nachbarn zum traditionellen Schnadegang. In diesem Jahr hatte die Östliche Nachbarschaft die Organisation übernommen und es ging nach einer kleinen Runde durch das östliche Nachbarschaftsgebiet zum Westhofener Friedhof, auf dem den interessierten Nachbarn einiges zur Historie erzählt wurde.
Am 20. April 1820 wurde der Friedhof eröffnet und er gehört somit zu einem der ältesten Friedhöfe in Schwerte. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Martin Gerst, führte die fast vierzig Teilnehmer über den älteren Teil des Friedhofs mit seinen über 100 Jahre alten Grabdenkmälern. Die zum Teil kunstvoll verzierten Grabsteine aus Ruhrsandstein sind zum einen Zeugen vom Wohlstand der dort bestatteten Westhofener Bürger oder sind Erinnerung an verdiente Persönlichkeiten aus der ehemaligen Amtsverwaltung Westhofen. Das älteste Grabdenkmal ist von 1883 und ist dem Pastor Ludwig Neuhaus gewidmet, der lange Jahre als Pastor in Westhofen tätig war.Nach einer flüssigen Pausen-Stärkung beim Nachbarn an der Schloßstr. ging es dann auf den Bauernhof der Familie Klempt. Die Familie Klempt empfing die Nachbarn herzlich und auch für das leibliche Wohl hatte die Familie bestens gesorgt. Der Hof kann auf eine sehr alte Geschichte bis 1357 zurückblicken. Familie Klempt hatte alte Bilder ausgestellt und es gab viele Informationen und Geschichten rund um den landwirtschaftlichen Betrieb an der Reichshofstraße. Die Zukunft liegt nun in den Händen der nächsten Generation. Matthias Klempt hat den Betrieb übernommen und berichtete über seine Arbeit. Den Hof betreibt er zusammen mit seinen Eltern im Nebenerwerb. Die Schwerpunkte des Hofes liegen auf dem Ackerbau, der Rindermast und der Direktvermarktung. Wenn er nicht auf dem Hof in Westhofen arbeitet, ist er als Unternehmensberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen tätig.
Mit den neuen Eindrücken ging es dann gutgelaunt zum abschließenden Klutengericht in „Walters Pütt“ der Familie Märtin. Das gelungene Sommerfest der Nachbarschaften am Kirchplatz eine Woche zuvor war dann das beherrschende Thema bei Klutengericht. Alle Nachbarn waren sich einig, das Sommerfest in zwei Jahren zu wiederholen. Der genaue Termin wird dann rechtzeitig bekannt gegeben. Nach dem Klutengericht saßen die Teilnehmer noch in gemütlicher Runde zusammen. Nächstes Jahr am ersten Samstag im September ist es dann wieder soweit und die Westhofener treffen sich wieder zum traditionellen Gang durch Westhofen.

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