Die Veranstaltungsreihe des Schwerter Forums feiert am Donnerstag, 12. März 2026, ihre
Premiere im Bürgersaal des Rathauses.
Das vor 36 Jahren als „Bildungswerk der Katholischen Gemeinden“ gegründete SCHWERTER
FORUM feiert den neuen Anfang auch musikalisch: Die erste von 8 Veranstaltungen im Jahr 2026
wird eine Hommage an den zeitgenössischen Komponisten Arvo Pärt sein, die sein Werk –
passend zur gerade begonnenen Fastenzeit- auch auf die Passionsgeschichte hindeutet.
Der aus Estland stammende Komponist ist im vergangenen Jahr 90 Jahre alt geworden und zählt
heute zu den meistgespielten Musikkünstlern seiner Zeit.
In eine evangelische Familie hineingeboren, beeinflusste Arvo Pärt die Beschäftigung mit dem
westkirchlichen gregorianischen Choral genauso wie die geistliche Tradition der slawischen
Ostkirche. In einer oftmals klaren formalen Struktur gestaltet, sind seine Werke durch das
Zueinander von Spiritualität, Stille und Konzentration geprägt. Diese Musik, deren Stilbezeichnung
sich vom lateinischen tintinnabulum („Glöckchen“) ableitet, steht für eine deutliche Reduktion des
Klangmaterials: Zwei oder mehr Stimmen stehen in einer engen, durch ein strenges Regelwerk
geprägten Beziehung zueinander und entfalten aus minimalen Mitteln eine Klanglichkeit von
mystischer Tiefe. So entwickelte Arvo Pärt in den 1970er Jahren mit dem „Tintinnabuli-Stil“ seine
eigene unverwechselbare Musiksprache.
Das musikalische Werk des durch verschiedene konfessionelle Traditionen geprägten Komponisten
ist zutiefst mit seiner religiösen Haltung und der Auseinandersetzung mit spirituellen Traditionen
verbunden. So kann uns der Komponist an diesem Abend auch mit seiner Musik helfen, die gerade
begonnene Fastenzeit mitsamt ihrer Passionsgeschichte zu verstehen.
Der Vortrag führt anhand ausgewählter Werke in die besondere Klangwelt des Tintinnabuli-Stils ein
und beleuchtet Arvo Pärts Musik sowohl aus musikanalytischer als auch aus theologischer
Perspektive.
Gleich zwei Experten zu diesem Thema sind eingeladen. Dr. Andreas Feilen ist seit April 2025
Kirchenmusiker in Schwerte und stellt mit dem Werk Arvo Pärts auch seine eigene Begeisterung für
diese Musik vor. Zuvor war er als Musikwissenschaftler tätig und wurde 2024 mit einer Dissertation
über das geistliche Werk des österreichischen Komponisten Egon Wellesz promoviert (Dr. phil.). Im
Jahr 2025 erhielt er dafür den Dissertationspreis der TU Dortmund. Neben seiner
kirchenmusikalischen Tätigkeit in den Gemeinden St. Marien ist er weiterhin in der universitären
Lehre aktiv.
Für die Theologische Perspektive steht an dem Donnerstag-Abend Dr. Alexander Jaklitsch. Er ist
katholischer Theologe (Dr. theol.) und arbeitet seit Ende 2023 als Pastoralreferent in Schwerte.
Zuvor war er langjährig als Seelsorger und in der Leitung eines ökumenischen Projekts im Bistum
Essen tätig, sowie in der Erwachsenenbildung und Hochschullehre.
TITEL: „Das Schaffen Arvo Pärts aus musikanalytischer und theologischer Perspektive:
Wie kann dieser Komponist uns helfen, die Passionsgeschichte zu verstehen?“
WANN? Donnerstag, 12. März 2026 19.30 – 21.30 Uhr
WO? Im Bürgersaal des Rathauses
Bitte barrierefreien Eingang hinten vom Parkplatz aus nutzen!
DER EINTRITT IST FREI!






