Zum letzten Mal sind Pfarrer Hartmut Görler, Finanzkirchmeister Ulrich Groth und der von der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte beauftragte Architekt Christoph Harder mit dem Gerüstaufzug ganz nach oben gefahren, um die letzten Dachdeckerarbeiten an der St. Viktor Kirche abzunehmen. An der obersten Spitze des Turmhelms konnten selbst die Laien Groth und Görler die traditionelle und bestens gelungene Doppeldeckung (Bild) erkennen. Und tatsächlich: die Arbeiten sind fast abgeschlossen. Der Blitzableiter muss noch in die bereits montierten Klemmen gedrückt werden und der Übergang von der Turmspitze hin zur goldenen Kugel muss noch mit einer Kupferkappe geschlossen werden. Dann ist alles fertig. Nur noch in dieser Woche sind die Fachleute aus Thüringen vor Ort, um die Baustelle aufzuräumen. Dann ist alles geschafft. Jahrelange Sanierungsarbeiten an der St. Viktor Kirche sind vollbracht. Schon bald wird die berühmte Kirche mit ihrem schiefen Turm wieder von allen Seiten sichtbar sein.
Denn mit dem Ende der Dachdeckerarbeiten kann jetzt das Gerüst wieder abgebaut werden. Das dauert allerdings eine Weile. Der Architekt geht davon aus, dass im März der Turmhelm abgerüstet wird. Im April wird nach und nach der eigentliche Kirchturm frei. Ende April sollten die letzten Spuren der Großbaustelle verschwunden sein. Beeindruckt waren Görler und Groth davon, dass die Dachdecker bei eisigen Temperaturen gearbeitet haben. Auf die Frage hin, warum sie keine Handschuhe tragen würden, antwortete der Dachdecker mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Das geht nicht. Wir brauchen unsere Finger beim Nageln und beim Richten der Schieferplatten“. Übrigens, so Görer und Groth, „ist ein wunderschönes Schieferplattenbild entstanden“.
Eine nun folgende Zeit der Erholung scheint nur ein frommer Wunsch zu sein; denn schon bald ziehen die Handwerker weiter und werden in Augsburg das Dach einer Kirche eindecken. Das Ende der Baumaßnahmen an St. Viktor wird am 20. Juni 2026 mit einem großen Festakt gefeiert. Unter anderem hat die Landesministerin Scharrenbach bereits ihr Kommen zugesagt, ebenso der Landrat des Kreises Unna und der Superintendent des Kirchenkreises Iserlohn.
PM: Hartmut Görler






