Künstlerin Rosemarie Trockel – Neustart für ein Weltthema

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Foto: KuWeBe

Wegweisend, spröde und an der Weltspitze des Kunstmarktes zuhause setzt Rosemarie Trockel Maßstäbe. In Schwerte hat sie vielfältige Spuren hinterlassen. Zum Geburtstag am 13.November werden sie gebündelt und der Öffentlichkeit nach und nach neu präsentiert. Mitmachen erwünscht! Anekdoten, Kunstwerke und Ideen kommen in der blackbox im Wuckenhof zusammen. Der November wird ein Festmonat. Die Methodik frisch und weit weg von elitärer Kunstvermittlung. Ein Glossar entsteht. Museal wird es nicht, frei nach dem Trockel Motto: Endlich ahnen, nicht nur wissen. Auftakt: Sonntag 13.November 2022; 19 Uhr Wuckenhof.

Die Bestandaufnahme der vielfältigen Aktivitäten in der Vergangenheit sichert die Basis für das Projekt im November und ist gleichzeitig der Neustart. Handfest und analog wird der Rosemarie Trockel – Social Club als temporärer Treffpunkt im Wuckenhof aufgesetzt. Impulse für zukünftige Aufgaben und Aktionen werden gesetzt, Möglichkeiten von dieser Anlaufstelle abgeklopft. Flankierend wird die Frage behandelt: Wie vermitteln wir Kunst in Zeiten von einfacher Sprache, Instagram und Co.? Ob die Installation auf dem Rohrmeistereiplateau oder die Bilderserie im Foyer der VHS, Trockel-Kunst findet sich in Schwerte nicht nur öffentlich zugänglichen sondern auch in Privathaushalten und erschließt sich selten auf den ersten Blick. Das es diese Vielfalt gibt ist auch der Verdienst der rührigen Vereinsarbeit im ehemaligen Kunstverein. „Ich bin dankbar durch die Übernahme der großen Trockel-Katalogsammlung von Ulfried Weingarten schon einen Grundstock an Impulsen zur Verfügung zu haben,“ sagt jetzt Projektkoordinatorin Andrea Reinecke, selbst großer Trockelfan. „Der Witz, die Konsequenz und die Komplexität fasziniert mich bis heute und ich freue mich die Spurensuche aufzunehmen und mit dem Jubelmonat November erste Ergebnisse und eine digitale Gratulation zum 70sten aufsetzen zu können. Wir schaffen eine Mischung aus moderner Archivarbeit, aus Zeitgeschichte und setzen frische Impulse. Als Kultur- und Weiterbildungsbetrieb liegt der Schwerpunkt für unsere Aktivitäten immer auch auf dem Thema Bildung.“  Bereits zum 65sten Geburtstag hatte die Schwerter Mitte eine analoge Kartenserie auf den Weg gebracht. Jetzt werden neben einem Reading Room auch eine Webseite die analoge und digitale Anlaufstelle und machen eine Weiterentwicklung möglich. „Alle Akteure, Akteurinnen sind eingeladen sich zu beteiligen. Die finanzielle Unterstützung durch die Kulturstiftung der Stadtsparkasse hilft bei der Umsetzung. Als Mitarbeiterin im Kulturbüro kümmere ich mich auch um die Netzwerkarbeit außerhalb der Stadt und suche neue Anknüpfungen.“

Ob Leerstandsbespielung, Fotoalbum oder Kunstaktion: Pragmatische Beteiligungen sind weiterhin erwünscht und finden Eingang ins Gesamtprojekt. Neben den persönlichen Gesprächen in die Stadtgesellschaft haben sich schon erste strategische Partnerschaften gebildet. So formiert sich auch eine Künstlergruppe rund um Jessica Toliver, die als Meister-Schülergruppe gestartet, inzwischen selbst eigene Wege geht. Die Universität Bielefeld wird mit einer Studiengruppe Beiträge zum Neustart anregen. „Allen Beteiligten ist wichtig: Wir wollen weit über den eigentlichen Geburtstag planen, denken zukunftsorientiert und bieten sowohl niederschwellige als auch avantgardistische Wege. Rosemarie Trockels Kunst ist Herausforderung, Ansporn, Freude und gibt Mut zur Weiterentwicklung. Wir feiern Kunst, auch darum starten wir mit einem Fest an langer Tafel am Sonntag.“ Herzliche Einladung.

PM: KuWeBe

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