Donnerstag, August 13, 2026
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Freude und Hoffnung, Trauer und Angst

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Foto „Sentimental Value“: © Plaion Pictures

„Kirchen und Kino“ startet neue Filmsaison – Acht ausgewählte Filme bis Mai 2027 auch in Schwerte

Freude und Hoffnung, aber auch Trauer, Angst und die Auseinandersetzung mit persönlichen und gesellschaftlichen Krisen stehen im Mittelpunkt der neuen Saison der ökumenischen Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“. Von September 2026 bis Mai 2027 werden acht ausgewählte Filme an insgesamt 30 Orten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen gezeigt. Mehr als 250 Vorstellungen sind geplant.

Auch Schwerte gehört erneut zu den Spielorten. Die Reihe möchte mit anspruchsvollen und zugleich unterhaltsamen Filmen dazu einladen, sich mit aktuellen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen und nach den Hoffnungszeichen zu suchen, die selbst in schwierigen Situationen sichtbar werden können.

Den Auftakt bildet das oscarprämierte Familiendrama „Sentimental Value“ von Joachim Trier aus Norwegen und Dänemark. Der Film erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die nach dem Tod ihrer Mutter erneut mit ihrem entfremdeten Vater konfrontiert werden. Der gefeierte Regisseur hat seine Familie über Jahre der eigenen Karriere untergeordnet. Als er seine Tochter Nora für die Hauptrolle in einem autobiografischen Film gewinnen möchte, brechen alte Verletzungen und verdrängte Erinnerungen wieder auf.

Der Film verbindet Familiendrama, Tragikomödie und die Auseinandersetzung mit Kunst und Erinnerung. Themen wie Trauer, Manipulation, Nähe und die schwierige Suche nach Versöhnung werden dabei auf vielschichtige Weise miteinander verbunden. „Sentimental Value“ ist für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 14 Jahren empfohlen.

Auch die weiteren Filme der Saison beschäftigen sich mit existenziellen Fragen. „Karla“ von Christina Tournatzés setzt sich mit Missbrauch und Gewalt auseinander. „Dann passiert das Leben“ von Neele Leana Vollmar und „Der Tod ist ein Arschloch“ von Michael Schwarz beschäftigen sich mit Krankheit und Tod. Um Erinnerung und die deutsche Geschichte geht es in „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ von Wolfgang Becker.

Mit „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski, „Vier minus drei“ von Adrian Goiginger sowie dem amerikanischen Film „The Life of Chuck“ von Mike Flanagan stehen weitere Filme auf dem Programm, die persönliche Schicksale mit größeren Fragen nach Leben, Verlust und Hoffnung verbinden. Gerade der abschließende Film „The Life of Chuck“ soll dabei trotz aller Krisen eine hoffnungsvolle Botschaft vermitteln und zeigen, dass eine Feier des Lebens möglich bleibt.

Die Auswahl der Filme traf eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit sowie der beteiligten Kinos. Insgesamt standen 26 Filme zur Auswahl, die im vergangenen Kinojahr von der evangelischen oder katholischen Filmkritik in Deutschland als „Film des Monats“ oder „Kinotipp der Katholischen Filmkritik“ ausgezeichnet worden waren.

Die Veranstalter verstehen die Reihe dabei ausdrücklich nicht als konfessionelles Kino. Die Filme sollen unabhängig von der persönlichen religiösen oder weltanschaulichen Orientierung dazu anregen, über grundlegende Fragen des Lebens nachzudenken. Im Mittelpunkt steht die Sehnsucht nach einem „Mehr des Lebens“ und nach Möglichkeiten, auch in Krisenzeiten Perspektiven und Hoffnung zu entdecken.

An vielen Spielorten wird die jeweilige Vorführung durch eine kurze Einführung ergänzt. Im Anschluss besteht häufig die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch. Zu einzelnen Filmen sind darüber hinaus vertiefende Angebote und Podiumsgespräche geplant.

In Nordrhein-Westfalen wird die Reihe unter anderem in Hagen, Iserlohn, Unna und Schwerte gezeigt. Weitere Spielorte sind Attendorn, Bad Driburg, Bad Laasphe, Brilon, Hamm, Herford, Lennestadt, Lüdenscheid, Minden, Paderborn, Sankt Augustin, Siegen und Warburg.

Die genauen Termine und weitere Informationen zu den Filmen und Spielorten sollen ab Anfang September unter www.kirchen-und-kino.de veröffentlicht werden. Damit bietet die neue Staffel auch in Schwerte wieder Gelegenheit, Kino nicht nur als Unterhaltung, sondern als Anlass für Begegnung, Diskussion und persönliche Auseinandersetzung zu erleben.

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