Ein Ort für Trauer, Erinnerung und Begegnung: Im Klimagarten ist am Rande des Babywalds ein Burgen-Ahorn als Erinnerungsbaum für Sternenkinder eingeweiht worden. Zum internationalen Gedenktag am 15. Oktober kamen erstmals betroffene Familien, Angehörige und weitere Gäste zusammen, um gemeinsam der Kinder zu gedenken, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt gestorben sind.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Förderverein Klimagarten Schwerte. Im Mittelpunkt stand die Einweihung des Baumes, an dessen Zweigen die Teilnehmenden Bänder mit persönlichen Botschaften und Erinnerungen befestigten. Die Zeremonie bot Raum für stille Momente und individuelles Gedenken.
Bürgermeister Dimitrios Axourgos begrüßte die Anwesenden und sprach den betroffenen Familien sein Mitgefühl aus. Häufig falle es dem Umfeld schwer, mit dem Verlust eines Kindes umzugehen, sagte er. Aus Unsicherheit werde oft geschwiegen, obwohl sich trauernde Eltern wünschten, über ihr Kind sprechen zu können. Entscheidend sei nicht, auf alles eine Antwort zu haben, sondern zuzuhören, Anteil zu nehmen und die Trauer anzuerkennen.
Anschließend begleitete Sigrid Reihs die Gäste durch den Nachmittag. Bei Kaffee und Kuchen bot sich Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, miteinander ins Gespräch zu kommen oder in Ruhe innezuhalten.
Die Idee für die erste Gedenkveranstaltung stammt von der Schwerter Bürgerin Vanessa Teichrib, die sich mit ihrem Anliegen an den Bürgermeister gewandt hatte. Der Förderverein Klimagarten griff die Anregung auf und setzte sie gemeinsam mit den Beteiligten um. Axourgos dankte allen Engagierten, insbesondere dem Förderverein und Sigrid Reihs.
Mit dem Erinnerungsbaum ist nun ein dauerhafter Ort des Gedenkens entstanden. Künftig soll in Schwerte jedes Jahr am 15. Oktober an die Sternenkinder erinnert werden. Betroffene Familien und Angehörige erhalten damit die Möglichkeit, ihrer verstorbenen Kinder zu gedenken und ihrer Trauer einen sichtbaren Platz zu geben.





