„Das einsame Kind“ ist KIS-Bild des Monats im Januar

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Foto: Kulturinitiative Schwerte

„Das einsame Kind“ von Abbas Mandeh ist das Bild des Monats im Januar. Dieses Bild des verlassenen Waisenkinds aus Indien hat den Schwerter Künstler mit Wurzeln im Iran tief berührt. Eine befreundete iranische Fotografin hatte Mandeh die Aufnahme des Mädchens geschickt, die er dann mit Ölfarbe malerisch umgesetzt hat. Das 60×80 cm große Bild ist nun für einen Monat in einer Aktion der Kulturinitiative Schwerte (KIS) in Kooperation mit der Stadt Schwerte in den Büro-Räumen der MitMachStadt am Marktplatz zu sehen. Das Bild kann dort werktags besichtigt und zu einem Preis von 400 Euro auch käuflich erworben werden.

Bevor Abbas Mandeh vor viereinhalb Jahren aus seiner Heimat im Iran flüchten musste, konnte er seinen Lebensunterhalt als Künstler und Kunstlehrmeister gut bestreiten. Er berichtet, dass täglich bis zu 20 Personen in seinem Atelier vorbeigeschaut haben – als Schüler*innen oder als Käufer*innen, da im Iran die Kunst zum Alltag gehöre:„Wer sich eine neue Wohnung einrichtet, kauft sich ein Original-Bild eines Künstlers.“ Ebenso werde Kunst häufig verschenkt und auch öffentlich stark gefördert. Diese gesellschaftliche und öffentlich Unterstützung der Kunst vermisse er in Deutschland und in Schwerte noch ein wenig. Dennoch betont Abbas Mandeh seine tiefe Dankbarkeit vielen Schwertern und Schwerterinnen gegenüber: „Hier haben mir viele Menschen geholfen, dass ich weiter malen kann, dafür vielen Dank!“ So ist er u.a. gefördertes Mitglied mit eigenem Atelier im Kunsthaus des Theaters am Fluss am Bahnhof und bei heimischen Ausstellungen fester Bestandteil der Schwerter Kunstszene, wodurch er auch bereits Bilder verkaufen konnte. Zum Lebensunterhalt reicht das momentan allerdings noch nicht. Abbas Mandeh meint dazu: „Mein Beruf ist Künstler. Er wäre mein Traum, wenn ich damit auch weiterhin mein Leben finanzieren könnte.“

Abbas Mandehs Palette der Kunst-Stile und Themen istvielschichtig und bunt wie sein bisheriges Leben: Politische Themen, Naturbilder und situative Dokumentationen, realistisch oder abstrakt umgesetzt, in Farbe oder Schwarz-Weiß. Genau diese breite Vielfalt seiner künstlerischen Fähigkeiten und der thematischen Möglichkeiten genießt Abbas Mandeh im Hier und Jetzt: „im Iran waren zahlreiche Motive und viele Themen wie Politik, Religion oder Köper als Abbild in der Kunst verboten. Möglich war für mich eigentlich nur das Malen von Porträts und Naturbildern. – Jetzt bin ich vollkommen frei.“    

PM: Kulturinitiative Schwerte

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