Coronazeit in der Geriatrie – Bilder und Töne mit Familienbezug

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Stationsleitung Jana Anders, stellv. Pflegedienstleitung -Raphaela Vogel, Chefarzt Dr. Ulrich Vahle und Therapeutin Inga Kabus (v.l.) freuen sich , bei der Behandlung von Patienten das Multimediagerät Qwiek.up einsetzen zu können. - Foto: Marienkrankenhaus Schwerte

Klinik für Geriatrie setzt bei der Therapie und Pflege auf Qwiek.up

„Das Gerät hat eine erstaunliche Wirkung auf unsere Patienten. Sie werden ruhiger, entspannen sich, werden kognitiv und motorisch angeregt, eine Interaktion kommt in Gang.“

Dr. Ulrich Vahle, Chefarzt der Klinik für Geriatrie, ist begeistert vom System Qwiek.up.  Der fahrbare Multimedia-Turm spielt sogenannte Erlebnismodule ab. Bilder von einem Waldspaziergang werden an Wand oder Decke projiziert, dazu eventuell bekannte Konzertmusik eingespielt oder Klangwelten offeriert. „Wir setzen Qwiek.up als Teil der Therapie und der aktivierenden Pflege ein, um zum Beispiel demente Patienten zu beruhigen und zu stimulieren. Das funktioniert außerordentlich gut“, sagt Dr. Vahle.
Qwiek.up bietet jedoch noch weitere Einsatzmöglichkeiten. Besonders in der aktuellen Corona-Situation, in der es Angehörigen nur mit Ausnahme erlaubt ist, die Klinik zu betreten. „Das Besuchsverbot ist notwendig, um Kontakte im Haus zu reduzieren und somit unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen. Den Mediaturm können Familienmitglieder als kleine, digitale Brücke zu ihren Angehörigen nutzen“, sagt Raphaela Vogel, stellvertretende Pflegedienstleitung. 
Am Empfang der Klinik in der Schützenstraße kann ein USB-Stick hinterlegt werden. Einfach mit dem Smartphone ein Video vom Enkelgeburtstag aufnehmen, alte Fotos einscannen und abspeichern und oder Lieblingsmusik hinzupacken – fertig ist das individuell zusammengestellte Erlebnismodul. „Wir holen den Stick nach Absprache am Empfang ab. Mit Qwiek.up verbunden, werden die Dateien zusammengeführt und als Multimedia-Schau im Patientenzimmer vorgeführt“, führt Raphaela Vogel aus. Für Interessentenwurde zur Hilfe beim Zusammenstellen der Daten ein kleines Infoschreiben verfasst.
Knapp 6000 Euro wurden in die Möglichkeit investiert, Patienten digital in die verschiedenen Erlebniswelten oder in ihre eigene Vergangenheit reisen und aktuell am Familienleben teilhaben lassen  zu können. 5000 Euro kamen aus dem Topf des Fördervereins der Klinik für Geriatrie Schwerte. Quasi als letzte gute Tat. „Der Verein ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb haben sich die Mitglieder abgestimmt und beschlossen, ihn aufzulösen und das Restguthaben für das digitale Projekt zu spenden“, so Dr. Ulrich Vahle.

PM: Marienkrankenhaus Schwerte

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