Beben im Freischütz: Wenn Boris Pistorius den „Spirit von Schwerte“ beschwört

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Boris Pistorius, SPD. © Thomas Schmithausen

Von Meike-Corina Kühne-Schmithausen

Wenn der Parkplatz am Freischütz aus allen Nähten platzt und die Schlange am Einlass länger ist als die Wunschliste der politischen Konkurrenz, dann ist klar: Es ist Politischer Aschermittwoch – und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im westlichen Westfalen hat zum Gipfeltreffen geladen.

Gänsehaut-Moment im vollbesetzten Saal

Der Saal im Freischütz war nicht nur besetzt, er war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Stimmung? Schlichtweg elektrisierend. Als der Gast des Tages, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, den Raum betrat, gab es kein Halten mehr. Das sprichwörtliche Beben war bis tief in die Schwerter Innenstadt zu spüren. Es ist diese seltene Mischung aus politischem Schwergewicht und nahbarem Charakter, die Pistorius aktuell zum absoluten Hoffnungsträger macht.

Wer glaubte, nach den tollen Tagen des Karnevals sei die Luft raus, wurde eines Besseren belehrt. „Wer davon ausgehen sollte, dass die Sozialdemokratische Partei Deutschlands am Ende ist, der muss nur den Spirit hier im Freischütz riechen“, rief Pistorius den begeisterten Gästen zu. Ein Duft von Aufbruch und einer gehörigen Portion Kampfgeist lag in der Luft.

Bürgermeister Dimitrios Axourgos. © Thomas Schmithausen

Heimspiel für die Schwerter SPD Polit-Prominenz

In den vordersten Reihen glänzte geballte lokale Kompetenz und sichtlich gute Laune. Unser Bürgermeister Dimitrios Axourgoszeigte sich sichtlich stolz, ein solches politisches Kaliber in seinem „Wohnzimmer“ begrüßen zu dürfen. Flankiert wurde er von Landrat Mario Löhr, der einmal mehr unterstrich, dass das Herz des Kreises Unna im Takt der Solidarität schlägt.

Auch die Schwerter Parteispitze war in Bestbesetzung angetreten: Parteivorsitzender Jens Krammenschneider-Hunscha und der Fraktionsvorsitzende Marc Seelbach genossen das Bad in der Menge. Es war ein Abend, der deutlich machte: In Schwerte hält man zusammen, wenn es darauf ankommt – und man versteht es, hochkarätige Gäste mit westfälischer Herzlichkeit zu empfangen.

Jens Krammenschneider-Hunscha, SPD (Bildmitte). © Thomas Schmithausen

Niedersächsischer Charme und klare Kante

Pistorius, der seine Wurzeln in Osnabrück hat, betonte seine enge Verbundenheit mit Nordrhein-Westfalen. Er nahm die Anwesenden mit einer Prise Selbstironie für sich ein: Als Niedersachse habe er sich zwar die Mühe mit dem Karneval gemacht, aber als was hätte er auch gehen sollen? Manche Vergleiche, so der Minister mit einem Augenzwinkern, wolle er den Anwesenden dann doch lieber ersparen – das wäre einfach nichts gewesen.

Während Jochen Ott, der Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl, die landespolitischen Klingen schärfte, blieb Pistorius bei den großen Linien: Sicherheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die aktuellen politischen Herausforderungen.

„Wir sind Genossinnen und Genossen, wir sind hier, und wir haben noch lange nicht fertig.“

Fazit: Ein Abend voller Energie

Der Politische Aschermittwoch im Freischütz war weit mehr als eine Pflichtveranstaltung im Kalender. Es war eine kraftvolle Demonstration der Zuversicht. Mit einem Boris Pistorius in Höchstform und einer Schwerter Sozialdemokratie, die geschlossen und motiviert hinter ihren Zielen steht, wurde klar: Dieser Aschermittwoch ist nicht das Ende der politischen Saison, sondern der kraftvolle Startschuss für das nächste Wahljahr.

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