Gedenkstätte für die Opfer von Folter im Rathaus und Zwangsarbeit bei den Nickelwerken

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Foto: Schwerte gegen Rechts

Schwerte gegen Rechts setzt mit Anträgen neue Impulse in der Gedenkarbeit

Das Bündnis Schwerte gegen Rechts setzt sich seit seiner Gründung mit verschiedenen

Projekten für die Gedenkarbeit ein. Nun haben sich Engagierte aus dem Bündnis

zusammengeschlossen, um verschiedene Anträge zum Thema „Erinnern und Gedenken“ zu

stellen. Mit Bürger*innenanträgen für eine Gedenkstätte in den Zellen im Rathaus und eine

Gedenkstele für Zwangsarbeitsopfer bei den Vereinigten Deutschen Nickelwerken sollen

weitere Tatorte in Schwerte aus der Zeit des Nationalsozialmus sichtbar gemacht werden.

Die Zellen im Rathaus beispielsweise wurden in der NS Zeit bei der Verfolgung von

politischen Gegner*innen durch die Schwerter Polizei genutzt, welche dort auch misshandelt

und gefoltert wurde. Das war in den 1950ern auch Gegenstand des sogenannten Schwerter

Misshandlungsprozess. Ziel ist es dort diese als Gedenkort zugänglich zu machen und eine

Ausstellung zu Tatorten der NS-Verbrechen einzurichten.

Foto: Schwerte gegen Rechts

Das Erinnern an die Opfer von Zwangsarbeit soll mit einer Gedenkstele vor dem Gelände der

Nickelwerke in den Fokus gesetzt werden. Integriert werden sollen dabei auch die Namen der

Zwangsarbeiter*innen welche bei den Vereinigten Nickelwerken zur Zwangsarbeit eingesetzt

wurden. Angestrebt ist zudem zu prüfen, ob auch an anderen Orten ähnliche Stelen errichtet

werden können. Die Umsetzung beider Anträge soll durch Historiker*innen begleitet werden.

Moritz Wohlers, einer der Antragssteller erklärt dazu: „Mit den Anträgen zur Gedenkarbeit

weiten wir den Blick auf weitere Tatorte des Nationalsozialismus in Schwerte, schaffen

weitere Gedenkorte und zeigen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus auch vor der

eigenen Haustür stattgefunden haben.“ und ergänzt: „Durch die neuen Gedenkstätten

werden nicht nur Orte der Trauer für Angehörige der Opfer geschaffen, diese bieten auch

spannende Möglichkeiten in der Bildung zum Nationalsozialismus.“

Der Antrag für die Gedenkstele vor den Nickelwerken wurde direkt an den Kultur- und

Weiterbildungsbetrieb weitergeleitet. Der Antrag für eine Gedenkstätte in den Zellen im

Rathaus wird am 10.02.2026 in der Sitzung des Hauptausschusses behandelt. Die Sitzung

findet um 17 Uhr im Ratssaal statt und ist öffentlich.

PM: Schwerte gegen Rechts

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