Anlässlich des Gedenktages zur Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar richtet das Bündnis Schwerte gegen Rechts den Blick auf die „Schwerter Stolpersteine“ als zentralen Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur.
Mit einer gezielten Putzaktion setzen Mitglieder des Bündnisses ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen. Im Zeitraum vom 24. Januar bis zum 1. Februar reinigen sie die Stolpersteine im Stadtgebiet, um den Opfern des Nationalsozialismus Respekt zu erweisen und die Erinnerung an ihr Schicksal wachzuhalten. Die Aktion trägt dazu bei, die kleinen Gedenktafeln dauerhaft sichtbar und in gutem Zustand zu erhalten.
Das europaweite Stolperstein-Projekt des Künstlers Gunter Demnig verbindet Kunst und Denkmal. Die in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln befinden sich in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnorten der verfolgten Menschen. Sie nennen Namen, Geburtsdaten sowie – soweit bekannt – Deportations- und Todesorte. Viele der Inschriften verweisen auf Konzentrationslager wie Auschwitz und weitere Orte systematischer Verfolgung und Ermordung.
Ergänzende Informationen zu den verfolgten und ermordeten Menschen sowie zur historischen Einordnung sind über die WDR-Stolpersteine-App „Gegen das Vergessen“ abrufbar. Die App ermöglicht es, Stolpersteine zu lokalisieren, besuchte Steine zu markieren und durch das Entzünden einer virtuellen Kerze der Opfer zu gedenken.
Mit der Aktion unterstreicht das Bündnis Schwerte gegen Rechts e.V. die Verantwortung der Stadtgesellschaft, Erinnerung sichtbar zu halten und aktiv für eine demokratische, menschenwürdige Gegenwart einzustehen.
PM: Bündnis Schwerte gegen Rechts






