56 Schwerter gegen Rassismus: Starkes Zeichen auf dem Markt

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Foto: Martin Krehl

Von Martin Krehl


Es hätte jeder noch einen mitbringen können: Mit 56 Demonstranten war am Samstag der Marktplatz auch unter Corona-Restriktionen noch nicht ganz ausgefüllt. Trotzdem entstand ein imposantes Bild, als jeder Teilnehmer sein #gegenhalten-Schild hochhielt. Dann knieten alle ausnahmslos 8 Minuten und 46 Sekunden, schweigend, die Balance-Festesten reckten dazu noch die Faust in die Luft.

Genau diese Zeit hatte ein Polizist in Minneapolis auf dem Hals von George Floyd gekniet, wobei Floyd zu Tode kam.

Foto: Martin Krehl

Die SPD-Ratsfraktion und die Bewerber um einen Platz in dieser waren deutlich in der Überzahl, einige grüne Rats- und Parteimitglieder, Vertreter der katholischen Pfarrgemeinde und des AK Asyl, der Linken, Gewerkschafter, Kulturschaffende, Jugendverbände und noch einige mehr – eine demokratie-repräsentative bunte Gruppe von Veranstaltern hatte sich spontan zusammengetan um mit dem Schwerter Bündnis gegen Rechts diese Kundgebung relativ kurzfristig zu veranstalten. Unter den Teilnehmern kniete wie selbstverständlich auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos. Eine großartige Öffentlichkeitskampagne für diese Aktion war so schnell nicht zustande gekommen, umso erstaunlicher, wie ergiebig dem spontanen Aufruf des Bündnisses gefolgt worden war. 

Foto: Martin Krehl

Das Zeichen gegen den Rassismus war deutlich und stark genug um Auftakt einer machtvollen Aktion zu werden. Das Plakat wird jetzt in Schwerte verteilt, es soll in vielen Fenstern zeigen, dass Schwerter gegen Rassismus in ihrer Stadt angehen und gegenhalten werden.

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