Starkes Frauenbündnis zur Integrationsratswahl am 13. September 2020

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Foto: Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen

Am Dienstag, 16.06.2020 trafen sich interkulturell engagierte Schwerter Frauen. Ihre Botschaft war klar: „Wir zeichnen uns durch ein breites Spektrum an Bildung, Lebensmodellen, Berufen und Verhaltensweisen aus. Hier liegt ein großes Potenzial, welches wir als Interessensvertreter*innen in die Arbeit des Integrationsrates einbringen wollen.“ 

Serin Kabani die Erste auf der Liste unterstreicht: „Migrant*innen und neu zugewanderte Frauen in Schwerte sind viel bunter und vielfältiger als die gängigen Vorurteile. Viele von uns sind 2015 nach Schwerte gekommen und möchten nun gerne aktiv mitgestalten.“

Esma Sahin, Kandidatin Nr. 2, die im Kommunalen Integrationszentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises arbeitet, führt aus: „Wir haben ein großes Potential, welches wir als Interessensvertreter*innen in die Arbeit des Integrationsrates einbringen wollen. Wir haben besondere Sprach- und Kulturkenntnisse, Offenheit und Sensibilität gegenüber anderen Kulturen.“

Alle Frauen auf der Liste sind:

  • Seren Kabbani
  • Esma Sahin
  • Alin Kalo
  • Fathya Al Nahar
  • Rania Kutaet
  • Martina Först-Schlüter
  • Betül Hatice Sahin
  • Gudrun Körber
  • Christa Thurau

Die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen Gudrun Körber freut sich über die gelungene Netzwerkarbeit: „Wir haben uns als Frauen in der Stadtgesellschaft in einer Frauenliste zusammengeschlossen und alle unterstützen das frauenpolitische Manifest unseres überparteilichen Bündnisses zur Kommunalwahl“.

„Alle sind sich einig, sie wollen Brückenbauer*innen sein“, unterstreicht Martina Först-Schlüter vom AK Asyl und freut sich über das politische Engagement der neu zugewanderten Frauen. „Denn Frauen kommt eine Schlüsselrolle beim Thema Integration zu. 

Als Geflüchtete sind sie wertvolle Multiplikator*innen, sie sind Mittler*innen zwischen ihren Communitys und der Aufnahmegesellschaft. In ihrem Umfeld können sie wichtige Denk- und Handlungsprozesse, zum Beispiel in Richtung Gleichberechtigung und weiblicher Selbstbestimmung anstoßen.“

Reingart Coco, die seit Jahren Integrationsarbeit über Amnesty International und die evangelische Frauenhilfe leistet, argumentiert als Unterstützerin, „eine berufliche Integration für geflüchtete Frauen, ist besonders wichtig, das offenkundige Potential der Frauen muss für Unternehmen sichtbar gemacht werden. Dafür sind die passenden Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung und Qualifizierungsangebote nötig, die für alle Frauen in unserer Stadt zentral sind. 

Alle 9 Frauen der Liste sagten einstimmig, sehr wichtig sind uns:
• Bildung – und hier die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen• Lösungen statt Probleme• praktisches Handeln• Politische Initiativen gegen Diskriminierung und Rassismus

Wir möchten mit Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung diskutieren und die Integrationsarbeit verbessern. Unsere Ziele sind:

• TEILHABE AM ARBEITSMARKT – Politik, Verwaltung und Arbeitgeber sollen dies als gemeinsame Querschnittsaufgabe betrachten. 

• Mehr und bedarfsgerechtere ANGEBOTE IN DER KINDERBETREUUNG.

• NIEDRIGSCHWELLIGER ZUGANG ZU INFORMATIONEN 

• Die gute Unterbringung und der Schutz von Geflüchteten.

• Schutz vor häuslicher Gewalt – „Nein zu Gewalt an Frauen“

• Mehr und passgenauere GESUNDHEITSPROGRAMME

• Dialog der Kulturen und Religionen.

• Der Aufbau von Austauschmöglichkeiten in geschützten Räumen für Frauen und Mädchen jeden Alters, jeder sexuellen Orientierung, körperlicher Verfassung und Nationalität.

PM: Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen

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