Sondersitzung des Frauennetzwerkes am Internationalen Frauentag online

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Gudrun Kemmler-Lehr. Foto: Stadt Schwerte

Zum Internationalen Frauentag am Montag, 8. März, startet die Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen mit dem Schwerpunkt „Frauen und Stadtplanung“ per Videokonferenz in der Zeit von 19 bis 21 Uhr. Über die Plattform „Zoom“ der MitMachStadt Schwerte wird nach längerer coronabedingter Pause die Vernetzung im Bündnis fortgeführt. Momentan wird in Schwerte viel geplant und gebaut, aktuell ist die Marktplatzgestaltung im Herzstück der Stadt. Hier hat das Bündnis eine Stellungnahme abgegeben. „Wir wollen sicherstellen, dass die Genderaspekte berücksichtigt werden.“, so Gudrun Körber, die Sprecherin des überparteilichen Netzwerkes. Sie hofft am 8. März auch auf die Resonanz vieler Ratsfrauen, um mit ihnen in die Debatte zu einer gendergerechten Stadtplanung gehen zu können.

Als Expertin ist die Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Kemmler-Lehr vom Regionalverband Ruhr zugeschaltet. Sie ist u.a. Vorsitzende der Kommission „Frauen in der Stadt“ des Deutschen Städtetages. Zudem koordiniert sie das Frauennetzwerk Ruhrgebiet, ein großes Netzwerk von Fachfrauen aus der Region, deren Engagement auf die Implementierung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in alle Planungsebenen und ins Verwaltungshandeln der Region zielt.

Und Birgit Wippermann, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, knüpft an die Erfahrungen aus Wien an, einer Stadt, die als Vorreiter sehr weit ist im sogenannten Gender Planning. „Unser frauenpolitisches Netzwerkwerk setzt sich für eine Stadt ein, in der gut miteinander gelebt werden kann, weil die Bedürfnisse vieler berücksichtigt werden. Wer plant muss die Bedürfnisse aller mitnehmen. Das sind u.a.: Fußgänger*innen, ansässige Geschäftsleute, Wohnungslose, Familien – alle sollten ihre Ängste und Vorschläge äußernkönnen. Dass sich Frauen und Mädchen sicher fühlen, braucht ein besonderes Augenmerk.“ Es geht darum, sich gezielt in verschiedene Schuhe zu stellen und den Blickwinkel von unterschiedlichen Nutzerinnengruppen des öffentlichen Raumes in den Blick zu nehmen“, laute die Devise.

Frauen stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Schwerte und einen hohen Anteil der älteren Menschen in der Stadt. Ein Grund mehr hier am Internationalen Frauentag ein Zeichen zu setzen.

Den „Internationalen Frauentag“ feiern Frauen auf der ganzen Welt seit 1911. Der Tag soll weltweit auf Frauenrechte und auf die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam machen. Zum einen werden die bisherigen Errungenschaften der Frauenbewegung gefeiert. Zum an-deren wird auf die immer noch bestehenden Diskriminierungen und Ungleichheiten aufmerk-sam gemacht, denn nach wie vor sind Frauen auf der ganzen Welt in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Ein wichtiges Ziel des Internationalen Frauentags ist es daher, Frauen zu ermu-tigen, sich selbst aktiv für eine Gleichstellung von Mann und Frau einzusetzen. Seit 1921 wird der Internationale Frauentag am 8. März begangen. In einigen Ländern ist er sogar ein Feier-tag, während in Deutschland der Stadtstaat Berlin als erstes Bundesland den Weltfrauentag 2019 zum gesetzlichen Feiertag erklärt hat.

PM: Stadt Schwerte

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