Platz 21 beim Ironman in Gdynia
 – Erfolgreicher Wiedereinstieg auf der Langdistanz

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Vincent Felix Bartscher. © Vincent Felix Bartscher

Nach mehr als zwei Jahren Corona-bedingter Pause auf der Langdistanz stand für den Schwerter Triathleten Vincent Felix Bartscher bereits Anfang August das erste Rennen auf seiner Lieblingsdistanz statt. Dies war nach dem Challenge Roth 2019, als er dem Triathlon noch als Freizeitsportler nachging, auch der erste Ironman als Berufssportler.In der Bucht von Gdynia ging es gegen 07:00 in die Fluten der Ostsee. Durch Wind und Regen herrschten während des Rennens bis zur Hälfte des Radfahrens erschwerte Bedingungen. Der Wind sorgte dafür, dass die Schwimmstrecke auf Grund herausgetriebener Bojen deutlich länger war als die üblichen 3,86km. Somit war die Schwimmzeit von 1:06h zwar zuerst enttäuschend, auf Grund der längeren Distanz aber dennoch im geplanten Leistungsrahmen.

Beim Radfahren stand nach zwei Stürzen im März und Mai bei den widrigen Bedingungen vor allem Vorsicht auf dem Plan. Auf einem zwei-Runden-Kurs ging es 182km durch das polnische Pommern. Auf der hügeligen und kurvenreichen Strecke waren keine Bestzeiten zu erwarten. Mit dem nachlassenden Regen und der Sonne, die sich ab der zweiten Runde zeigt, wurden die Bedingungen aber immer mehr, wie sie dem Schwerter Athleten liegen. Bei der Einfahrt in die zweite Wechselzone waren auch hier die Leistungsdaten im Plan und somit konnte mit vollem Selbstbewusstsein auf den abschließenden Marathon gestartet werden.


Vincent Felix Bartscher. © Vincent Felix Bartscher

Auf dem Stadtkurs durch die Innenstadt von Gdynia waren vier Runden á 10,55km zu absolvieren. Mit 26°C und strahlendem Sonnenschein waren nun auch die äußerlichen Bedingungen voll nach dem Geschmack des Schwerters. Auf Grund der Hüftverletzung aus einem der Radstürze war das Lauftraining in der Vorbereitung für acht Wochen nicht möglich und der Marathon somit eine „Wundertüte“ wie Vincent Bartscher nach dem Rennen sagte. Das Ergebnis hätte allerdings besser nicht sein können. Die 42,195km konnte er am Ende in 3:09h absolvieren und nach dem Radfahren mehr als zehn Plätze gutmachen. „Besser hätte es nicht laufen können! Nach den Verletzungen dieses Jahr war ich vor dem Rennen etwas unsicher, wie es auf der Langdistanz funktionieren wird – immerhin treibt man neun Stunden ununterbrochen Sport, da muss alles zusammenpassen. Der finale Marathon heute gibt mir unendlich Selbstvertrauen für die kommenden Rennen. Ein Riesendank gilt hier meinem Trainer Franz Kohlack, der mich mit weniger als 100km Lauftraining pro Woche so perfekt auf das Rennen vorbereitet hat!“ Mit dieser Marathonzeit verbesserte Bartscher seine bisherige persönliche Bestzeit um mehr als 35 Minuten. Am Ende reichte es unter den gut 600 Startern für den 21. Platz.

Nun reist der Schwerter Triathlet zu seiner ersten WM-Teilnahme auf Halbdistanz nach St. George, Utah in den USA um im Anschluss als Saisonfinale in Florida ein weiteres Rennen auf der Langdistanz zu bestreiten.

Quelle: Vincent Bartscher

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