O Tannenbaum – Tipps für ökologische Bäume

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Mit Kleinigkeiten eine Menge bewegen: Wer sich für den Klimaschutz einsetzen will, kann schon mit etwas Umdenken viel bewirken. Die Klimaschutzmanager*innen im Kreis Unna geben zur Unterstützung Klimaschutz-Tipps für die Weihnachtszeit. Heute dreht sich alles um den Christbaum.
Für die meisten Menschen gehört er fest zur Weihnachtszeit dazu: Der Weihnachtsbaum ist in der Weihnachtszeit allgegenwärtig. Der Großteil der ca. 28 Millionen Weihnachtsbäume, die hierzulande Jahr für Jahr den Weg in die Haushalte finden, stammt dabei aus landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen.

Lediglich 15 Prozent der Weihnachtsbäume haben ihren Ursprung noch auf Flächen von Waldbetrieben.

„Die meisten Bäume stammen aus Kulturen, in denen sie mit Pestiziden und Düngern behandelt werden“, berichtet Kreis-Klimaschutzmanagerin Dorothee Albrecht und verweist auf die negativen Auswirkungen auf die Böden sowie Pflanzen- und Tierwelt.

Deshalb empfiehlt sie den Kauf von heimischen Bäumen, die auf regionalen Flächen der Forstbetriebe anwachsen und nicht verstärkt Düngern und Pestiziden ausgesetzt werden. Die Regionalität wirkt sich darüber hinaus aufgrund des kurzen Transportweges positiv auf die Ökobilanz der Bäume aus.

Regional und ökologisch zertifiziert
„Noch besser sind ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume aus der Region“, erklärt Dorothee Albrecht. Hierzu zählen alle Bäume, die aus Betrieben stammen, die den Kriterien des ökologischen Landbaus (z.B. Bioland-Zertifizierung) oder des ökologisch ausgerichteten Waldbaus (z.B. FSC-Zertifizierung) entsprechen.

Da ökologische Weihnachtsbäume schwerer zu finden sind, wurde von der Webseite Robin Wood eine Liste mit Ökoweihnachtsbäumen in ihrer Nähe erstellt. Wer seinen Baum darüber hinaus nachhaltig schmücken möchte, kann zum Beispiel zu Dekoration aus Stoffbändern, Holz, Papier und Bienenwachs greifen. Hierzu finden sich im Internet eine Vielzahl an Ideen, beispielsweise auf der Webseite des Naturschutzbund Deutschland (NABU). Schnee- und Glitzersprays sollten in jedem Fall vermieden werden, da diese für die Umwelt schädliches Mikroplastik enthalten und besprayte Bäume nicht kompostiert werden können.

Baum-Patenschaft verschenken
Wer dem Wald etwas Gutes tun und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte, der kann zu Weihnachten auch einen Baum verschenken: Ob über Waldstiftungen, als Baumpatenschaft oder durch gemeinsame Pflanzungen mit ihrer Stadt; es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten. Bäume sind ein Baustein im Kampf gegen den Klimawandel und dessen Folgen.

Daher gilt: „Jeder Baum zählt. Oder um es mit einem Sprichwort aus Afrika zu sagen: Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt“, sagt Klimaschutzmanagerin Dorothee Albrecht.

  • – KSM –

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