Geisecker Flüchtlingsunterkunft steht bis zum 19. August unter Quarantäne

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Symbolbild Pixabay

Bis zum 19. August müssen sich die Bewohner*innen einer Flüchtlingsunterkunft in Geisecke in Quarantäne aufhalten und dürfen das Haus bis dahin nicht verlassen. Darüber und über die damit verbundenen Maßnahmen informierten die Beigeordnete Bettina Brennenstuhl, die Sozialamtsleiterin Sandra Brinkmann und die Ordnungsamtsleiterin Jenny Golombek am Freitag die Bewohner*innen vor Ort.

Insgesamt vier Bewohner*innen waren in dieser Woche positiv auf Covid-19 getestet worden. Das in der Coronakrise zuständige Kreisgesundheitsamt hatte daraufhin am Donnerstag die Quarantäne für alle dort lebenden Menschen mündlich angeordnet. Für die schriftliche Anordnung und die nachfolgende Kontrolle der Einhaltung von Quarantänebestimmungen ist die Stadt Schwerte zuständig. Zur Unterstützung hat sie einen Securitydienst engagiert, der das mittlerweile mit einem Bauzaun umstellte Gelände täglich 24 Stunden lang observieren wird. Bis dahin war der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Schwerte für Kontrollen zuständig, der den Securitydienst weiterhin unterstützen wird.

„Wir sind nach intensiven Beratungen und unter Abwägung der erheblichen Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte der Bewohner*innen im Vergleich zum Schutz der Allgemeinheit zur Überzeugung gelangt, dass nur diese Maßnahme maximale Sicherheit für die Bevölkerung gewährleistet und gleichzeitig auch die Bewohner*innen der Unterkunft schützt“, sagt Bettina Brennenstuhl. Und Jenny Golombek ergänzt: „Ausschließlich mit eigenen Kräften hätten wir diese Maßnahme so nicht umsetzen können. Wir danken den Bewohner*innen der Unterkunft für das Verständnis, das sie uns entgegengebracht haben“. 

Die Versorgung der Menschen im Haus Zwischen den Wegen 13 mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen ist gesichert. Ehrenamtliche werden in der Zeit der Quarantäne die Einkäufe erledigen und haben mit dieser Aufgabe bereits begonnen. „Vor Ort steht zudem eine Vertrauensperson des Sozialamtes für die Bewohner*innen zur Verfügung, um die individuellen Bedürfnisse zu erfüllen“, sagt Sandra Brinkmann. Die Stadt Schwerte wird weitere Hilfestellungen geben, wann immer das nötig werden wird.

„Mit diesen Maßnahmen werden wir unserer Verantwortung gerecht“, unterstreicht Bettina Brennenstuhl und rückt damit in Medien verbreitete Eindrücke zurecht, die Verwaltung tue nichts. Dazu hatte auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos in einer persönlichen Note auf seiner Facebookseite Stellung bezogen und hervorgehoben: „Ich glaube nicht, dass man uns in der Krise vorwerfen kann, wir würden nichts tun. Auch in diesem Fall haben meine Mitarbeiter*innen unmittelbar und vernünftig gehandelt.“

Festhalten möchte die Stadt auch, dass sich die Flüchtlingsunterkunft nicht auf dem Gelände des Einkaufszentrums in Geisecke befindet. Sie tritt damit einem Medienbericht entgegen und sieht in der Formulierung ein unlauteres Mittel, eine nicht vorhandene Dramaturgie zu entwickeln.

PM: Stadt Schwerte

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