CDU Fraktion stellt Antrag zur Verkehrsberuhigung in der Reichshofstraße

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Foto: © Thomas Schmithausen

Der Antrag zu verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Reichshofstraße der Schwerter CDU-Fraktion ist heute im Büro des Bürgermeisters eingegangen.

HIER DER ANTRAG:

Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität Vorsitzender
Herr Bruno Heinz-Fischer
RH I


Verkehrliche Situation auf der Reichshofstraße
Antrag auf Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung


Sehr geehrter Herr Heinz-Fischer,
die CDU-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in der Sitzung des Ausschusses am 22.06.2021 zu beraten und beschließen zu lassen:
➢ Durchfahrtsverbot für LKW im Altstadtbereich der Reichhofstraße an beiden Ortseingängen (Anlieger frei)
➢ Verkehrsberuhigung im gesamten Bereich der Reichhofstraße, z.B. durch Hindernisse oder wechselnde Parkbuchten beidseitig der Straße oder durchgängiges „Rechts vor Links“ oder ähnliche Maßnahmen (keine Umbaumaßnahmen im Sinne der ISEK Maßnahme)
➢ Stärkung des Radverkehrs durch kurzfristige Einrichtung eines Radweges an der Reichshofstraße als Markierung auf der Fahrbahn als vorläufige Maßnahme
Die Situation in der Reichshofstraße in Westhofen ist seit Jahren unbefriedigend. Dies gilt einerseits für die Verkehrssituation im Allgemeinen und andererseits für die Lärmsituation. Daher hatte die CDU-Fraktion bereits 2015 einen Antrag zur Barrierefreiheit und zur Verkehrsberuhigung in den Rat eingebracht mit der Bitte, entsprechend zu beschließen. Im Juni 2020 wurde seitens der CDU-Fraktion ein weiterer – ähnlich lautender – Antrag gestellt; in beiden Fällen mit Ergebnissen, die im Sinne von Verkehrsberuhigung und Barrierefreiheit nicht zielführend waren.
Da sich die die Maßnahmen des ISEK Westhofen weiter verzögern, beantragen wir nunmehr erneut die o.a. Maßnahmen, die mindestens bis zum ISEK-gemäßen Umbau der Reichshofstraße beibehalten werden müssen.

Die in dem Fraktionsantrag seinerzeit benannten Maßnahmen wurden auch dem Ordnungsamt zugeleitet. Es erfolgte eine Verkehrsmessung über einen Zeitraum von einer Woche.
Interessant ist die Berechnung des LKW-Verkehrs, bei der von einer Gleichverteilung ausgegangen wird (also der gesamte LKW-Verkehr wurde durch 724 geteilt). Dies entspricht aber in keiner Weise der Realität. Der LKW-Verkehr bewegt sich in der Regel von 7.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends durch den Ort und das auch nur an fünf Tagen in der Woche. Daher sind die Schlussfolgerungen bezüglich des LKW-Verkehrs aus der Stellungnahme des Ordnungsamtes realitätsfern. Interessant sind auch die Schlussfolgerungen der Verwaltung bezüglich der Geschwindigkeitssituation. Der Mittelwert 85 wird als nicht überhöht angesehen. Die Varianzen spielen keine Rolle (das ist mathematisch mehr als fragwürdig). Die Spitzengeschwindigkeit von 99 km/h in einer 30iger Zone ist schon bemerkenswert. Dieses Ergebnis überrascht allerdings niemanden, der die Situation in der Reichhofstraße kennt. Dass derartige Messergebnisse nicht erzielt werden, wenn die Geschwindigkeit durch Polizei oder Kreisbehörde gemessen werden, ist nicht verwunderlich, da spätestens beim Aufbau der Messstellen über Internet und Rundfunk gewarnt wird. Zur Abrundung der Situationsbeschreibung sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die in dem Fraktionsantrag genannten Vorschläge ebenfalls von Bürgerinnen dem Ordnungsamt übergeben wurden. Auch diese Vorschläge wurden abgelehnt.
Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Wünsche der Anwohnergemeinschaft der Reichshofstraße (ca. 200 Hausnummern, ca. 500 Personen) systematisch ignoriert werden.
Natürlich können und sollten auch weitere Maßnahmen einbezogen werden, die zu einer Verbesserung der Situation in der Reichhofstraße führen. Die Verwaltung wird daher gebeten, eventuelle zusätzliche konstruktive Vorschläge zu unterbreiten.
Eine weitere Verzögerung der Maßnahmen ist nicht mehr hinnehmbar. Jetzt ist die Politik gefragt!


Mit freundlichen Grüßen
Marco Kordt, Fraktionsvorsitzender

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