30 Jahre Flüchtlingsrat – KI Kreis Unna unterstützt mit Netzwerk

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30 Jahre Flüchtlingsrat - KI Kreis Unna unterstützt mit Netzwerk Grafik: Kreis Unna

Vor genau 30 Jahren – am 23. April 1991 – gründeten rund 300 Menschen den Flüchtlingsrat im Kreis Unna. Eigentlich wäre an „historischer Stelle“, in der Aula des Hellweg Berufskollegs in Unna, eine große Jubiläumsfeier geplant gewesen. Wegen der Corona-Pandemie muss diese nun nachträglich stattfinden.
Der Flüchtlingsrat im Kreis Unna ist aus dem 1986 gegründeten Arbeitskreis Asyl hervorgegangen und kümmert sich seither um alle Belange der in Unna lebenden und ankommenden Geflüchteten. Der Flüchtlingsrat positioniert sich für die Menschenrechte und versteht sich als Sprachrohr für die Interessen und Belange von Geflüchteten.

„Das Ziel war und ist, vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in die demokratische Gesellschaft zu unterstützen. Das war vor 30 Jahren so, und leider hat sich diese Aufgabe in der Zwischenzeit nicht erledigt.“

Landrat Mario Löhr

Landrat Löhr überbringt dem Flüchtlingsrat die Geburtstagsgrüße des Kreises Unna und drückt seine große Wertschätzung aus. Denn: „Die vielen in der Flüchtlingshilfe Aktiven leisten einen ganz wichtigen Beitrag zur Integration. Und der Flüchtlingsrat hilft mit dem nötigen Netzwerk.“

Der ehrenamtlich agierende Flüchtlingsrat ist organisatorisch an das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) angedockt.

Anne Nikbin, die von Beginn an für die Geschäftsführung verantwortlich war, übergab diese Aufgabe 2020 mit ihrem Ausscheiden aus der Kreisverwaltung an Ina Ravenschlag (KI). Diese koordiniert die Arbeit in enger Abstimmung mit den Sprecher*innen des Flüchtlingsrates, die die 14 im Kreis aktiven Initiativen, von denen sich eine 2020 neu gegründet hat, mit mehr als 800 aktiven Ehrenamtlichen repräsentieren.

Über den Tellerrand geschaut

Sie bereiten die regelmäßig stattfindenden Sitzungen vor und berücksichtigen alle aktuellen Belange der Geflüchteten, Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Institutionen. Regelmäßig wird digital die „Flüchtlingsrat-Information“ (FR-Info) verschickt, in der „über den Tellerrand geschaut“ – über die aktuellen Informationen und Veranstaltungen der Netzwerkpartner sowie weiteren Akteuren weltweit informiert wird.

Außerdem arbeitet der Flüchtlingsrat eng mit der Verwaltung zusammen. In der regelmäßig stattfindenden Fragestunde haben Ehrenamtliche die Möglichkeit, rechtliche Fragen mit Vertretern und Vertreterinnen aus der Ausländerbehörde, dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und weiteren Experten in der Sache zu klären. Informationsveranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit dem Programm „KOMM-AN NRW“ statt. Ansprechpartnerin ist Hanna Spaan, ebenfalls aus dem KI.

„Erfreulich ist, dass sich neben den unermüdlich Tätigen der ersten Stunden und zahlreichen neu Hinzugekommenen auch geflüchtete Menschen seit Jahren ehrenamtlich engagieren“, unterstreicht Ina Ravenschlag, die Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats. „Sie bringen ihre Kenntnisse und Erfahrungen in die Arbeit ein, um die vielfältigen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.“

Dazu gehörten neben Fragen des täglichen Lebens beispielsweise auch der Umgang mit Anträgen, Verträgen, Coronaverhaltensregeln etc.

Kontakt und weitere Informationen

Die nächste Sitzung des Flüchtlingsrats (aufgrund von Corona natürlich digital) findet am 31. Mai statt. Weitere Informationen zum Flüchtlingsrat, seiner Arbeit und einer Übersicht über die Flüchtlingsinitiativen finden sich auf der Seite des Kommunalen Integrationszentrums unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Flüchtlingsrat). Ansprechpartnerin Ina Ravenschlag ist per E-Mail an ina.ravenschlag@kreis-unna.de erreichbar.

Quelle: Kreis Unna

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